Kreis Heinsberg: Pflegestellen für Katzen gesucht

Kreis Heinsberg: Pflegestellen für Katzen gesucht

Dass Frühlingsgefühle nicht nur Menschen erfassen, sondern auch die Tierwelt, führt zu einem bei Tierschützern wohlbekannten Problem.

Etwa ab Mai kommen zahllose Kätzchen mit oder ohne ihre Mütter in den Tierheimen an und sorgen dort für räumliche und zeitliche Engpässe. Die Geschichten dieser Tiere haben laut Tierschutzverein für den Kreis Heinsberg mit Frühlingsromantik meist wenig zu tun: verstoßen, ausgesetzt, manchmal wortwörtlich weggeworfen! „Der Umgang mit unseren Mitgeschöpfen kann einen tierlieben Menschen wirklich zornig machen”, so der Tierschutzverein in einer Erklärung.

Wer verstoßenen Kätzchen helfen will, ist beim Tierschutzverein richtig: „Nehmen Sie auf Zeit eine kleine Katzenfamilie auf, werden Sie Pflegestelle!” So lautet der Appell.

Was Interessenten mitbringen sollten: etwas Katzenverstand, Zeit und Platz für die Tiere, viel Geduld und Liebe.

Was Interessenten erwartet: eine wunderschöne Erfahrung, die Kleinen aufwachsen zu sehen, viel „Leben in der Bude” und Ñ um es nicht zu verschweigen Ñ vielleicht auch Sorgen; wie Menschenkinder auch, können kleine Katzen krank werden oder Unsinn machen, so dass Geduld gefragt ist.

Was der Tierschutzverein verspricht: Ansprechpartner, die von Anfang an die Belange der Interessenten berücksichtigen und ihnen auch im Laufe der Pflegezeit zur Seite stehen, regelmäßigen Austausch mit anderen Pflegestellen, medizinische Versorgung der Tiere durch die Tierärztin des Tierheimes und Vermittlung der Tiere durch den Tierschutzverein; falls erforderlich, werden Ausrüstung, Futter und Katzenstreu gestellt.

Um mittel- bis langfristig dem Katzenelend Herr zu werden, fordert der Tierschutzverein darüber hinaus jeden verantwortungsbewussten Katzenhalter auf, seine freilaufenden Tiere (Katzen und Kater) kastrieren zu lassen und so eine unkontrollierte Vermehrung zu verhindern.

Der Tierschutzverein hat es sich zum Ziel gesetzt, ein Kastrationsgebot für freilaufende Katzen im Kreis Heinsberg zu etablieren. In Paderborn und Düren hätten entsprechende Vereinbarungen bereits getroffen werden können.

Den Tierschutzverein ist zu erreichen unter der Telefonnummer 02452/7773. Unter dieser Nummer kann eine ausführliche Beratung zum Thema „Pflegekätzchen” vereinbart werden. Wer den Tierschutzverein und seine Schützlinge finanziell unterstützen will, kann spenden. Das Konto vom Tierschutzverein für den Kreis Heinsberg bei der Raiffeisenbank Heinsberg (Bankleitzahl 37069412) hat die Kontonummer 3301356012 (Stichwort: Pflegekatzen).

Mehr von Aachener Zeitung