Heinsberg: „Peter und der Wolf” begeistert die Kinder

Heinsberg: „Peter und der Wolf” begeistert die Kinder

Da konnte sich Heinrich Heimlich wirklich nicht beschweren. Bevor er noch die ersten Figuren seines Schattenspiels „Peter und der Wolf” überhaupt aus der schwarzen Kiste geholt hatte, wurde er von den kleinen Zuschauern mit Beifall verwöhnt.

Klatschen und freudiges Gelächter spendeten die Kinder dem Puppenspieler schon für seine einführenden Worte. Die Aufführung im Rahmen des Kinder- und Jugendtheaterprogramms „Theater Starter” in der Heinsberger Begegnungsstätte traf den Geschmack des jungen Theaterpublikums.

Heinrich Heimlich (so heißt keiner wirklich, auch wenns gut klingt, also getauft wurde er auf Heinrich Zwissler) hat den Kinderklassiker „Peter und der Wolf” mit den beeindruckenden Musikkompositionen von Sergei Prokoviev in Zusammenarbeit mit der Klasse von Professor Dr. Reiner Nachtwey an der Fachhochschule für Design in Düsseldorf als farbiges Schattenspiel entwickelt.

Jeder Figur des Stückes, ob nun dem Wolf, Peter, dem Großvater oder der Katze, ist ein Instrument zugeordnet, das den Auftritt des jeweiligen Akteurs ankündigt. Klarinette, Horn, aber auch das imposante Fagott stellte Heinrich Heimlich den Kindern zunächst in natura vor, bevor das Licht im Saal gedämmt und der Puppenspieler mittels Overhead-Projektor die Hintergrund-Szenarien und agierenden Figur auf die weiße Leinwand projizierte.

Als er die Geschichte zu erzählen begann und die Musik einsetzte, fing das Schauspiel an. Ein wenig schade war es schon, dass Schauspieler und Publikum so weit voneinander getrennt, der eine auf der Bühne der Begegnungsstätte, die anderen ein paar Meter davor auf den Bänken im Saal, saßen. Denn eigentlich ist es ein faszinierender Moment des Schattenspiels, wenn die Zuschauer mit erleben können, wie der Spieler seine Figuren zum Leben erweckt. Und die Zuschauer so während des Spielens einen Blick „hinter die Kulissen” werfen können, ohne dass die Faszination leidet.

Heinrich Zwissler betreibt in ­Aachen seit 1998 das Figurentheater Heinrich Heimlich. In wechselnder Zusammenarbeit mit Musikern, bildenden Künstlern und Schauspielern entwickelt er Theaterstücke, mit denen er auf internationalen Festivals und Kleinkunstbühnen sowie in Schulen und Kindergärten der Euregio auftritt.


So geht es weiter bei „Theater Starter”

„Frau Meier, die Amsel” heißt das mit dem Theaterpreis NRW ausgezeichnete Stück für Kinder ab sechs Jahre, das im Rahmen von „Theater Starter” am Dienstag, 22. November, 10 Uhr, in der Begegnungsstätte Heinsberg aufgeführt wird.

„Peter und der Wolf”, das im September auch in Übach-Palenberg aufgeführt worden war, ist in der Region noch mehrmals zu erleben: am Dienstag, 18. Oktober, 14.30 Uhr, im Katholischen Jugendheim in Brachelen, am Montag, 7. November, 14 Uhr, in der Leonhardskapelle in Erkelenz und am Mittwoch, 23. November, 9 und 11 Uhr, in der Realschule Geilenkirchen.



Rolly Brings und Bändin Betty-Reis-Gesamtschule

Am Donnerstag wird die Reihe der zentralen Veranstaltungen im Rahmen der Pädagogische Woche im Forum der Betty-Reis-Gesamtschule Wassenberg fortgesetzt.

Zu Gast sind am „Tag der Sekundarstufen I und II” Rolly Brings und Bänd. Der Abend mit Gesang, Bildern und Wortbeiträgen beginnt um 19 Uhr.

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