Kreis Düren: Peter Münstermann und Olaf Müller stellen sich der Basis

Kreis Düren: Peter Münstermann und Olaf Müller stellen sich der Basis

Die Frage, wer sich für die SPD im Kampf um den Chefsessel im Kreishaus dem Wählervotum stellt, wird am 25. Oktober beantwortet. Dann haben die Delegierten aus den Ortsvereinen die Qual der Wahl.

Setzen sie mit dem Landtagsabgeordneten und Gewerkschafter Peter Münstermann (58) aus Schlich auf ein bekanntes Gesicht, oder schicken sie den Dürener Olaf Müller (55) ins Rennen, der Verwaltungserfahrung mitbringt?

„Diese zwei Kandidaten haben sich zur Verfügung gestellt“, bestätigte SPD-Kreisparteichef Dietmar Nietan (MdB) auf Anfrage. Auf drei Regionalkonferenzen am 17. Oktober (Linnich), 21. Oktober (Düren) und 22. Oktober (Obermaubach) sollen sich die Bewerber der Basis vorstellen.

Peter Münstermann hatte sich vor Wochen zu einer Kandidatur bereiterklärt — wenn die Parteibasis dies wünsche. Olaf Müller wurde vor Jahresfrist bereits als Kandidat für die Dürener Bürgermeisterwahl gehandelt. Er gehört zum Team, das Liesel Koschorreck berät. Müller ist Leiter des Kulturbetriebs der Stadt Aachen, der neben den städtischen Museen unter anderem das „Ludwig Forum“, die Musikschule, die „Route Charlemagne“ und den Kulturservice umfasst. Seit 2014 ist er zudem Lehrbeauftragter im Fach Kulturmanagement an der FH Niederrhein in Mönchengladbach. Erfahrung hat er auch in der Wirtschaftsförderung und in der Universitätsverwaltung gesammelt.

Amtsinhaber Wolfgang Spelthahn hüllt sich derweil weiter in Schweigen. Während der CDU-Kreisvorsitzende Thomas Rachel im März bei der Kandidatenaufstellung für die Kreistagswahl schon verkündete, „wir wollen auch in Zukunft mit Landrat Wolfgang Spelthahn die gestaltende Kraft im Kreis Düren sein“, hat sich der 52-Jährige nach eigenen Angaben auch sieben Monate später noch nicht entschieden. Er überlegt offenbar, in seinem Leben noch einmal eine neue berufliche Herausforderung zu suchen. „Wenn, dann wäre dazu jetzt der richtige Zeitpunkt.“ Am Ende der kommenden Wahlperiode wäre Spelthahn 58 Jahre alt und der Zug vielleicht abgefahren. Auch mit seiner Ehefrau wolle er sich noch abstimmen, betont Spelthahn, der zudem die Wissenslücken einiger seiner Weggefährten im Prozess gegen ihn im Frühjahr 2013 noch nicht vergessen hat.

(sj/ja)
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