Niederzier: Peinliche Abstimmungspanne der SPD: Musikschule wartet weiter

Niederzier: Peinliche Abstimmungspanne der SPD: Musikschule wartet weiter

Peinliche Abstimmungspanne für die Niederzierer SPD im Gemeinderat: Eigentlich wollte die Mehrheitsfraktion im Rahmen der letzten ordentlichen Ratssitzung der Wahlperiode den Bau neuer Räume für die Musikschule beschließen, einen freistehenden Anbau am Bürgerhaus Huchem-Stammeln, in dem die Musikschule schon seit Jahren untergebracht ist.

150.000 Euro stehen für diesen Zweck im Haushalt zur Verfügung. Doch die bleiben erst einmal in der Kasse. In geheimer Abstimmung votierten mindestens zwei Genossen für den Antrag der CDU, die Entscheidung von der Tagesordnung abzusetzen.

Die Christdemokraten sehen ihrerseits große Synergieffekte bei einer Angliederung der Musik- an die Gesamtschule, die Bürgermeister Hermann Heuser (SPD) aber aufgrund der deutlich höheren Kosten und des erwarteten Konfliktpotenzials ablehnt.

Heuser ärgerte sich noch am Sonntag über die unnötige Verzögerung, zumal seit Jahren im Gemeinderat Konsens darüber besteht, der Musikschule adäquate Räume zur Verfügung zu stellen. Zurzeit werden rund 200 Kinder und Jugendliche aus der Gemeinde ausgebildet.

Derweil werden die Pläne für die „Neue Mitte” immer konkreter. „Die Nachfrage aus Dienstleistung und Handel ist ungebrochen groß”, freute sich Heuser im Rat, dass der Standort zwischen Niederzier und Oberzier weiterhin sehr attraktiv zu sein scheint. Sein Ziel ist es, dass das neue Einkaufszentrum mit Vollsortimenter noch vor Weihnachten 2010 seine Pforten öffnet.

Nach der nun beschlossenen Offenlage der Bebauungspläne sollen schon nach den Sommerferien die letzten Weichen gestellt werden, notfalls im Rahmen einer Ratssondersitzung.

Neu im Entwurf der „Neuen Mitte” ist ein dreigeschossiges Eingangsportal an der verlängerten Mühlenstraße, ein „Leuchtturm”, in dem ein medizinisches Versorgungszentrum untergebracht werden soll. Auch die Gestaltung des zentralen Platzes mit Gastronomie, für den ein Gewässer überbaut werden muss, ist mittlerweile in trockenen Tüchern. Notwendige Ausgleichsmaßnahmen sollen am Ellebach nahe Stetternich erfolgen. Aber auch in der „Neuen Mitte” selbst soll es neben dem noch zu verlegenden Regenrückhaltebecken Biotope und Mulden als Lebensraum für Amphibien geben, erklärte Heuser.

In einem ersten Schritt soll das Einkaufs- und Dienstleistungszentrum gebaut, in einem zweiten parallel die angrenzende Wohnbebauung (bis zu 80 Einheiten) und der Anschluss an das bereits bestehende Gewerbegebiet Forstweg erschlossen werden.