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Hamburg: Zehn Goldene Regeln für Gottesdienst-Neulinge

Hamburg : Zehn Goldene Regeln für Gottesdienst-Neulinge

Millionen von Menschen gehen an Heiligabend in die Kirchen zum traditionellen Weihnachtsgottesdienst. Für alle, die sich bisher nicht getraut haben, zehn goldene Regeln für den Gottesdienst-Besuch.

1.) Gottesdienste gehören zu den wenigen Kultur-Events, die keinen Eintritt kosten, auch wenn Sie nicht Mitglied der Kirche sind. Man unterscheidet zwischen evangelischen und katholischen Gottesdiensten, aber beide sind sich im Grunde sehr ähnlich. Planen Sie etwa eine Stunde ein. Handys haben Sendepause.

2.) In katholischen Kirchen befindet sich am Eingang ein kleiner Wasserbehälter. Regelmäßige Kirchgänger tippen die Fingerspitzen hinein und berühren damit Stirn, Brust, linke Schulter und rechte Schulter. Das können Sie auch machen, müssen es aber nicht.

3.) In einigen Kirchen bekommen Sie am Eingang ein Gesangbuch. Eine Tafel zeigt das Lied und die Verse an. Viele Gemeinden verteilen an Weihnachten Liedzettel. Wenn Sie sich unsicher fühlen, singen Sie leise oder bleiben stumm.

4.) Sie können sich überall hinsetzen, wo ein Platz frei ist. Keiner denkt: „Was will denn der in unserer Kirche?”

5.) Sitzen, stehen oder knien? Machen Sie es einfach wie Ihre Nachbarn. Der Gottesdienst besteht aus Liedern, Gebeten, Lesung der biblischen Weihnachtsgeschichte und der Predigt. Der Ablauf heißt Liturgie. Regelmäßige Kirchgänger kennen die Rituale auswendig. Hören Sie einfach zu. Sie müssen nicht alles kennen.

6.) Im Zentrum des Gottesdienstes steht die Predigt. Sie dauert in der Regel eine Viertelstunde und geht aus von einem Bibeltext. Bitte am Ende nicht klatschen, Sie können aber mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin gerne später über die Predigt sprechen.

7.) Nach der Predigt folgt ein Werbeblock. In den „Ankündigungen” wird über die kommenden Veranstaltungen der Gemeinde informiert.

8.) Man kommt zwar umsonst hinein - aber nicht wieder hinaus. In der „Kollekte” wird meist für Hilfsprojekte etwa in der Dritten Welt gesammelt. Während des Gottesdienstes wird ein Beutel herumgereicht, oder am Ausgang steht ein Korb.

9.) Mindestens einmal im Gottesdienst wird gebetet. Ein Gebet ist ein Gespräch mit Gott. Das „Vater unser” ist das bekannteste Gebet (Internet: http://www.vater-unser.de)

10.) Schlusspunkt des Gottesdienstes ist der Segen, bei dem der Pastor oder die Pastorin meist die Hände hebt. Manchmal erklingt noch Orgelmusik. Bleiben Sie einfach sitzen und hören zu. Dann können Sie Ihrem Nachbarn noch ein „Frohes Fest” wünschen.