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Rom: Vatikan plant offenbar strengere Regeln für Gottesdienste

Rom : Vatikan plant offenbar strengere Regeln für Gottesdienste

Der Vatikan plant nach einem Zeitungsbericht strengere Regeln für Gottesdienste. So sollen Priester den Gläubigen künftig die Hostie nicht mehr in die Hand, sondern ausschließlich in den Mund legen, wie die Turiner Tageszeitung „La Stampa” am Montag berichtete.

Zudem sollen Gottesdienstbesucher die Kommunion nicht mehr im Stehen, sondern nur noch im Knien empfangen. Als weitere Neuerung sind kürzere Predigten mit einer maximalen Länge von zehn Minuten geplant, die sich ausschließlich mit dem Tagesevangelium befassen dürfen.

Papst Benedikt XVI. fordere dem Bericht zufolge die Geistlichen auf, Gottesdienste „mit Würde und Anstand” zu feiern. Ziel der strengeren Regeln sei es, bei Gläubigen und Priestern das Bewusstsein für die Sakralität der Liturgie zu stärken. „Die Messe ist kein Spektakel, sondern Opfer, Geschenk und Mysterium”, betonte der Sekretär der vatikanischen Kultuskongregation, Erzbischof Albert Ranjith.

Die mittlerweile gängige Praxis, die Kommunion nicht mit dem Mund, sondern in den Händen zu empfangen, sei „sofort nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil in einigen Kirchen missbräuchlich und in Eile eingeführt” worden. Unter anderem bestehe das Risiko, dass Gläubige die Hostie „als Souvenir” mit nach Hause nähmen oder gar für satanische Riten verkauften.