Berlin: „Untürkisch”: Zweijähriger darf nicht Cigerxwin heißen

Berlin: „Untürkisch”: Zweijähriger darf nicht Cigerxwin heißen

Ein zwei Jahre alter Junge in Berlin gilt als staatenlos, weil das türkische Generalkonsulat seinen kurdischen Vornamen Cigerxwin aus der deutschen Geburtsurkunde nicht akzeptiert.

Deshalb sei dem Kleinen kein Pass ausgestellt worden, berichtete die Kurdische Gemeinde in Berlin am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht des „Tagesspiegels”.

Im türkischen Alphabet gibt es die Buchstaben Q, W und X nicht. Sie sind verboten, seit Staatsgründer Kemal Atatürk in den 1920er Jahren in der Türkei die lateinische Schrift einführte. Der Vorname Cigerxwin enthält gleich zwei dieser „untürkischen” Buchstaben.

Der 44-jährige Vater des Jungen war vor sechs Jahren als politischer Flüchtling aus der Türkei nach Berlin gekommen. Er hat mittlerweile die Ausländerbehörde in der Hauptstadt angeschrieben und um einen behelfsmäßigen Ausweis für seinen Sohn gebeten.

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