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Portsmouth/Großbritannien: Überwachungskameras bekommen Ohren

Portsmouth/Großbritannien : Überwachungskameras bekommen Ohren

Zukünftige Überwachungskameras sollen zusätzlich auf Geräusche reagieren können. Zerbricht etwa Glas, würden die Geräte dies akustisch registrieren und Alarm schlagen.

Auch Schreie von in Not geratenen Menschen könnten die intelligenten Überwachungssysteme wahrnehmen und die Kamera automatisch auf die Quelle des Geräusches schwenken. Darüber hinaus sollen die elektronischen Augen eigenständig ungewöhnliche Bilder erkennen, beispielsweise wenn in einem Einkaufszentrum plötzlich jemand zu rennen beginnt.

Hierbei könnte es sich möglicherweise um einen Taschendieb handeln, der mit einer erbeuteten Geldbörse flüchtet. Das Überwachungssystem würde sofort entweder Wachleute oder die Polizei über die ungewöhnliche Beobachtung oder die Geräusche informieren.

Möglich machen wollen dies britische Forscher von der Universität von Portsmouth. Als Grundlage für die Verknüpfung von Geräuschen und Bildern möchten die Forscher eine spezielle Künstliche-Intelligenz-Software einsetzen. Diese soll dazu in der Lage sein, alltägliche Dinge von ungewöhnlichen Ereignissen eigenständig zu unterscheiden.

Das System ist selbstlernend, demnach könnte es aus Fehlalarmen lernen und diese später vermeiden. In einem jetzt begonnenen dreijährigen Forschungsprogramm wollen die Wissenschaftler den Grundstein für die intelligente Technik der Zukunft legen.