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Aachen: Tierquälerei an Hühnern in Mastbetrieben

Aachen : Tierquälerei an Hühnern in Mastbetrieben

Schwere Vorwürfe wegen Tierquälerei in vier deutschen Hühnermastbetrieben hat am Montag der Bundesverband Menschen für Tierrechte in Aachen erhoben.

Anonym zugespieltes Bildmaterial zeige bis zur Unkenntlichkeit skelettierte sowie sterbende Hühner, die zwischen lebenden Tieren lägen, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes, Marion Selig. Gegen die Betreiber der vier Betriebe werde Strafanzeige erhoben. Dem Verband gehören mehr als 100 Tierschutzvereine an.

Betroffen von der aktuellen Tierquälerei seien etliche 10.000 Hühner, da auf Grund der kurzen Mastzeit von fünf Wochen jeder Mastbetrieb rund 40.000 Hühner im Durchlauf habe, sagte Selig.

Der Bundesverband wolle aufzeigen, dass die derzeit in Deutschland übliche Haltung von Masthühnern tierquälerisch sei. Durchschnittlich würden bis zu 25 Tiere auf einem Quadratmeter gehalten.

Zudem wendet sich der Bundesverband gegen die Umsetzung einer Anfang Mai vom EU-Agrarministerrat verabschiedeten Richtlinie zur Masthühner-Haltung in Deutschland. Sie sieht vor, dass Tierhalter künftig bis zu 40 Tiere auf einem Quadratmetern halten können.

„Mit dieser Richtlinie wird Tierquälerei legalisiert „, sagte der Vorsitzende des 1982 gegründeten Bundesverbandes, Kurt Simons.