Berlin: „Tatort”-Tatsachen: Bald 17 Teams auf Verbrecherjagd

Berlin: „Tatort”-Tatsachen: Bald 17 Teams auf Verbrecherjagd

Wer sonntags zwischen 20.15 Uhr und 21.45 Uhr einen „Tatort”-Fan stört, kann sich schnell einen „Todfeind” machen. In diesem Zeitraum sind Anrufe oder Besuche bei Millionen Menschen tabu - sie wollen in Ruhe fernsehen. Die ARD fährt mit den Erstausstrahlungen regelmäßig Quotensiege ein und sorgt für Diskussionsstoff in Familien, Freundeskreisen, Büros und Medien.

Aus Sicht vieler Zuschauer gehört der Sonntags-Krimi zu den letzten Sendeplätzen im deutschen Fernsehen, auf denen noch drängende gesellschaftliche Themen verhandelt werden. Fiktiv, aber lebensnah.

Innerhalb des Senderverbunds ARD produzieren der Norddeutsche Rundfunk (NDR) und der Südwestrundfunk (SWR) Filme und Geschichten mit jeweils drei verschiedenen Ermittler-Teams. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat zwei Teams im Einsatz.

Jeweils einen „Tatort” steuern Hessischer Rundfunk (HR), Bayerischer Rundfunk (BR), Mitteldeutscher Rundfunk (MDR), der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), Radio Bremen (RB) sowie der Saarländische Rundfunk (SR) bei. Außerdem ist der Österreichische Rundfunk (ORF) mit im Boot.

Da das Schweizer Fernsehen in den kommenden Monaten wieder einsteigt und der HR demnächst statt einem sogar zwei Teams losschickt, erhöht sich die Zahl der unterschiedlichen „Tatorte” in der kommenden Saison von 15 auf 17.

Nach einer Einschaltquotenanalyse der vergangenen zwei Jahre (bis März) des Branchendienstes „meedia.de” haben die „Tatort”-Krimis aus Hannover (beziehungsweise Niedersachsen) und Münster die meisten Zuschauer: Jeweils 9,2 Millionen Menschen schalteten durchschnittlich ein. Es folgen der Kölner „Tatort” sowie der Münchner und der Bremer.

In dieser Woche ist die Sommerphase der Wiederholungen vorbei. Am Sonntag um 20.15 Uhr zeigt die ARD den „Tatort: Hauch des Todes” - es ist der 50. Fall von Ulrike Folkerts in der Rolle der Kommissarin Lena Odenthal (SWR).

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