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Uslar: Tagebuch vom Hungertod auf Hochsitz ist offenbar heiß begehrt

Uslar : Tagebuch vom Hungertod auf Hochsitz ist offenbar heiß begehrt

Der auf einem Hochsitz bei Uslar verhungerte 58-Jährige aus Hannover soll offenbar auf hoher See bestattet werden. Seine Tochter Joana habe so entschieden, weil es der Wunsch ihres Vaters gewesen sei, berichtet die „Hessisch/Niedersächsische Allgemeine”.

Auf ddp-Anfrage wollte die Tochter dazu keine Angaben machen. Über ihren Vater wolle sie nicht reden, sagte sie. Die bei Ahrensbök nahe Lübeck lebende Frau soll schon seit einigen Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater gehabt haben.

Laut Medienberichten wurde ihr inzwischen angeblich eine fünfstellige Summe für das Tagebuch ihres Vaters angeboten, das er nach seinem Hungertod hinterließ. Der Arbeitslose hatte sich im November mit dem Fahrrad von Hannover auf den Weg ins niedersächsische Mittelgebirge Solling gemacht. Er soll verzweifelt gewesen sein. Seine Ehe war in die Brüche gegangen und auch zur Tochter hatte er keinen Kontakt mehr.

In einem Hochsitz zwischen Stehberg und Dingberg nahe Uslar hungerte er sich schließlich zu Tode und dokumentierte seinen 24-tägigen Leidensweg in einem Tagebuch, das die Einsatzkräfte am Freitag neben der bereits mumifizierten Leiche fanden. Er war vermutlich Mitte Dezember gestorben.

In seinem Tagebuch schreibt der Mann den Angaben zufolge über Schmerzen. Akribisch hielt er fest, wie sich eine Unterzuckerung auswirkte, welche inneren Organe nach seiner Einschätzung allmählich aussetzten und wie seine Haut austrocknete.