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Tag der Architektur zeigt neues Bauen

Kitas, Kirchen und Wohnungen : Tag der Architektur zeigt neues Bauen

Der Tag der Architektur ist in diesem Jahr ein Online-Ereignis. Statt wie sonst neue Gebäude vor Ort zu besichtigen, müssen Interessierte sich ins Internet begeben um neue Projekte zu bestaunen.

Beim Tag der Architektur werden in diesem Jahr besonders viele neue Kindertagesstätten vorgestellt. Fast jeder zehnte der rund 180 präsentierten, beispielhaften Bauten in Nordrhein-Westfalen ist eine Kita. Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen hebt auch anderes auf den Präsentierteller: Umbauten von Kirchen, Ideen für Wohnhäuser sowie Gebäude für neue Arbeitsplätze.

Wegen der Coronavirus-Pandemie findet der 25. Tag der Architektur aber nicht vor Ort in den Bauten, sondern nur im Internet statt. 180 Projekte in 100 Städten werden präsentiert. Das Leitthema „Ressource Architektur“ verweist auf Sanierungen und die Umnutzung älterer Gebäude.

Auf der Seite der Architektenkammer werden die Projekte aufgeführt und mit Bildern und Beschreibungen vorgestellt - von Aachen bis Wuppertal. Beispielhafte Wohnhäuser, Bauwerke, Privatgärten und Parks sind aus großen und kleinen Städte dabei: ein futuristisches Messeparkhaus in Köln und in Versmold bei Bielefeld ein Bauernhaus, das zum Generationenwohnhaus wurde. Normalerweise besichtigen bis zu 30 000 Menschen die bis zu fünf Jahre alten Bauten am Tag der Architektur.

In Düsseldorf entstand ein 115 Meter langes Büro- und Geschäftshaus um ein bestehendes, historisches Haus herum: Die alte Fassade wird nun umrahmt von Glas und moderner Architektur. In das Arbeiten der Zukunft lässt ein Büroneubau in Bielefeld blicken. Es gibt Einzel- und Großraumbüros, die auf Zeit gemietet werden. Wie die Wohnfläche vergrößert wird, zeigt ein Beispiel aus Eschweiler: Die Villa aus den 1970er Jahren wurde um eine Etage aufgestockt und hat nun sieben Wohnungen. Viele Neubauten haben eine würfelförmige Gestalt mit Flachdach, doch Wohnhäuser mit schrägen Dächern gibt es auch wieder.

Im Bereich Kitas und Kindergärten habe es viele Neubauten gegeben in den vergangenen Jahren, meint Christof Rose, der Sprecher der NRW-Architektenkammer in Düsseldorf. „Es wird viel Wert gelegt auf eine gute Gestaltung, natürliche Materialien und eine Verbindung zur Natur, etwa mit großen Fensterflächen“, sagte er. Ein Holzbau mit gestuftem Dach in Bonn ist ein Gewinner des Kitapreises NRW 2020. In Köln zog eine Betreuung in ein früheres Wirtshaus in einem denkmalgeschützten Haus. Mindestens 15 Kita-Gebäude hat der Tag der Architektur in Programm.

Ein anderes großes Thema sind Kirchen: Bei der neuen Gestaltung der Ludgeruskirche in Sendenhorst im Münsterland wurden überzählige Kirchenbänke für eine Holzverkleidung verwendet. In Marl ist St. Barbara weiterhin ein Raum für Gottesdienste - aber auch eine Begräbnisstätte für Urnen geworden. In Hückelhoven wurde ein ganzes Gotteshaus komplett umgestaltet zu einer Grabeskirche für 2500 Urnen.

(dpa)