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Frankfurt/Main: T-Mobile hat eigene Aufsichtsräte überwacht

Frankfurt/Main : T-Mobile hat eigene Aufsichtsräte überwacht

Der Datenskandal bei der Telekom weitet sich offenbar aus: Nach Informationen der „Frankfurter Rundschau” hat die Telekom-Tochter T-Mobile auch ihre Aufsichtsräte überwacht.

Wie das Blatt aus Konzernkreisen berichtet, hat T-Mobile die Einzelverbindungsnachweise der Aufsichtsräte jahrelang aufbewahrt und nach Personen sortiert in Ordnern abgeheftet. Betroffen sind auch ein halbes Dutzend Arbeitnehmervertreter, denen die geheimen Ordner nun ausgehändigt wurden.

„Da ist Riesenmist gebaut worden”, soll die interne Erklärung aus der Konzernführung sein.

Aufbewahrt wurden die Aktenordner bis 2006 nach Informationen der Zeitung im Büro des Aufsichtsrats. „Die Konzernspitze hat dort jederzeit Zugang”, heißt es aus Kreisen. „Das muss Absicht gewesen sein.” Ein Gang ins Büro reichte demnach, um alle Verbindungsdaten der Aufsichtsratsmitglieder zu sehen.

„Das ist der Hammer”, sagen Insider. Das Unternehmen leiste sich jeden Tag einen neuen Datenskandal. Ab jetzt könne man Konzernchef René Obermann die Rolle des größtmöglichen Aufklärers nicht mehr abnehmen, da er selbst zu dieser Zeit noch die T-Mobile-Tochter leitete.