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München: „Schmidt & Pocher” soll in die Verlängerung

München : „Schmidt & Pocher” soll in die Verlängerung

ARD-Programmdirektor Günter Struve setzt auch für die Zukunft auf die Late-Night-Show „Schmidt & Pocher”. Es gebe einen Vertrag bis Sommer nächsten Jahres, sagte Struve im ddp-Interview. „Wir werden schauen, dass wir diese Sendung noch im Programm halten und eine Vertragsverlängerung vereinbaren können”, kündigte er an.

Zu den Zuschauern von Harald Schmidt, die geblieben seien, seien im Schnitt 600.000 junge Zuschauer wegen Oliver Pocher dazugekommen. „Das hat man nicht alle Tage”, sagte Struve. „Normalerweise schmelzen die Zahlen langsam ab, hier haben sie zugenommen - und das in dem Segment der Jungen, wo wir nicht so besonders gut stehen. Da bemühen wir uns schon, dass es weitergeht.” Änderungen an der Show wird es laut Struve nicht geben. Vom Grundsatz her stehe die Sendung.

Schmidt hatte sich jüngst in einem Interview mit dem Erfolg der Show zufrieden gezeigt. „Schmidt & Pocher” erziele mit rund 1,7 Millionen Zuschauern eine höhere Quote als seine zuvor ebenfalls in der ARD ausgestrahlte Solo-Show. Er gehe davon aus, dass es nach dem Ende der ersten Staffel im Mai eine zweite geben werde, allerdings mit weniger Sendungen. Erste Gespräche mit der ARD über eine Vertragsverlängerung würden Anfang nächsten Jahres stattfinden, sagte er in der „Stuttgarter Zeitung”.

Die Ende Oktober gestartete Show war, unter anderem bei SWR-Intendant Peter Boudgoust, wegen des sogenannten Nazometers in die Kritik geraten. In Anlehnung an die umstrittenen Äußerungen der ehemaligen „Tagesschau”-Sprecherin Eva Herman über den Nationalsozialismus hatten Schmidt und Pocher mit Hilfe des „Nazometers” getestet, welche Begriffe als grenzwertig gelten. Dabei benutzten sie Worte wie „Gasherd” oder „Duschen”.