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München/Duisburg: Sauerland nennt Bürgerentscheid eine „Mogelpackung”

München/Duisburg : Sauerland nennt Bürgerentscheid eine „Mogelpackung”

Rund anderthalb Monate vor dem Bürgerentscheid über seine politische Zukunft verschärft der umstrittene Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) den Ton.

„Das Ganze ist eine Mogelpackung, eine Initiative von SPD und Linken”, sagte Sauerland dem Nachrichtenmagazin „Focus” über die Abstimmung am 12. Februar. Der Entscheid über die Abwahl des Stadtchefs war von einer Bürgerinitiative in Gang gebracht worden.

An der Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten trage er keine Schuld, sagte Sauerland. „Es gab für mich keinen Hinweis darauf, dass irgendetwas nicht genehmigt werden sollte”, beteuerte er.

Zurücktreten werde er nur, wenn einer seiner elf Mitarbeiter, gegen die die Staatsanwaltschaft ermittelt, von einem Gericht schuldig gesprochen werde. „Es ist noch niemandem eine Schuld nachgewiesen worden. Und solange das kein Gericht getan hat, bleibe ich im Amt.”

Sauerland hat neben dem Loveparade-Unglück auch mit einem Korruptionsverdacht gegen ihn zu kämpfen. Es besteht der Anfangsverdacht, dass der CDU-Politiker Bau-Großprojekte in Duisburg nach einer Spende an seine Partei vergeben hat. Sauerland sagte dem „Focus”, das sei „alles Quatsch”: „Es gibt keinen Zusammenhang zwischen einer Spende und einer Vergabe.”