Amsterdam: Rekord: Mehr als 395.000 Besucher bei Amsterdam Dance Event

Amsterdam : Rekord: Mehr als 395.000 Besucher bei Amsterdam Dance Event

Mehr als 2500 Artists, 450 Events in 160 Locations: Das Amsterdam Dance Event (ADE) hat wieder zahlreiche Musikfans nach Amsterdam gelockt. Bei Workshops, Konferenzen und Partys konnten Musikfans ihre Idole kennenlernen und abfeiern.

Das fünftägige Event hat sich in der Hauptstadt längst bewährt. Menschen aus der ganzen Welt machen sich jedes Jahr im Oktober auf den Weg nach Amsterdam, um die Musikbranche besser kennenzulernen. Mit Gleichgesinnten austauschen, feiern und die Liebe zur Musik teilen - das ist das Motto.

Lange Schlangen vor dem Theater DeLaMar: Bei verschiedenen Konferenzen konnten sich Journalisten und Akteure der Musikszene über die Branche informieren. Foto: Katrin Fuhrmann

Und das Konzept des Festivals ist ebenso genial: Tagsüber finden in ganz Amsterdam Workshops, Konferenzen und Vorträge verschiedener Akteure aus der Welt der elektronischen Musik statt. In der Nacht wird bei verschiedenen Veranstaltungen getanzt und gefeiert. Die meisten Veranstaltungen waren schon Tage, sogar Wochen, vorher ausverkauft. Aber es gab auch eine Menge Veranstaltungen, die spontan besucht werden konnten.

Wie macht man mit Musik Geld? Das war das Thema eines Workshops am Donnerstag, bei dem unter anderem DJ Sam Feldt zu Gast war. Foto: Katrin Fuhrmann

Einige kleinere Gigs wurden erst ein paar Tage vorher bekanntgegebenen. DJs wie Martin Garrix, Hardwell und Afrojack spielten teils in den großen Clubs der Stadt, teils aber auch in kleineren Locations. Beim ADE wollen die Künstler eben zeigen, dass beides seinen Charme hat. Vor einem großen Publikum auflegen zu können, fasziniert sie dabei ebenso, wie eine private Session in einem kleineren Club.

Im A’dam Lookout, eines der höchsten Gebäude Amsterdams, fanden an den fünf Festivaltagen verschiedene Veranstaltungen statt. Foto: Katrin Fuhrmann

Der niederländische DJ Sam Feldt zum Beispiel hatte am Freitagabend ein exklusiven Gig für seine treusten Fans organisiert. So hatten es viele DJs gemacht. Im Vorfeld hatten sie Tickets und Meet & Greets verlost. Ein Punkt beim Amsterdam Dance Event, den die Fans schätzen. Sie können ihren Idolen ganz nah kommen, sich mit ihnen unterhalten und das eine oder andere Selfie machen.

Tanzen bis in die frühen Morgenstunden: Für viele der Besucher gehörte das dazu. Foto: Katrin Fuhrmann

Wer die Augen immer offen gehalten hat, hatte auch in der Stadt die Möglichkeit seine Stars zu treffen. Denn die spazierten zwischen Konferenzen und Partys selbst von Location zu Location, und nahmen sich, wann immer ein Fan sie entdeckte, viel Zeit für Gespräche.

Mehr als 395.000 Besucher sind in den vergangenen fünf Tagen nach Amsterdam gekommen, um beim Amsterdam Dance Event (ADE) zu feiern und sich auszutauschen. Foto: Katrin Fuhrmann

Die Konferenzen und Workshops, die in der ganzen Stadt unter anderem in Theatern, Clubs und Radiostationen stattfanden, waren gut besucht und boten viel Platz für Fragen. Menschen aus den unterschiedlichsten musikalischen Bereichen, also Plattenfirmen, Marketingagenturen, DJ-Booker, Festivalveranstalter und Journalisten konnten miteinander ins Gespräch kommen und Kontakte knüpfen.

Im Pop-up-Store vom Plattenlabel Spinnin' Records konnten Hobby-DJs ihre produzierten Songs präsentieren. DJs wie Mike Williams, Curbi, Dante Klein und Lucas and Steve gaben Ratschläge und bewerteten die Produktionen, was für die meisten jungen Künstler eine Ehre war.

Der Höhepunkt war wie in jedem Jahr das AMF in der Amsterdamer Arena. Dort wurde vom Magazin „DJMAG“ die Top-100-DJ-Liste verkündet. Die Veranstaltung war schon Tage vorher ausverkauft. Und mindestens genauso lange wurde im Netz schon darüber diskutiert, wer in diesem Jahr an die Spitze der Liste rückt. Viele tippten im Vorfeld auf Martin Garrix - der hatte schon 2016 das Rennen gemacht. Als gegen Mitternacht schließlich kein geringer als David Guetta dann verkünden durfte, wer die beliebte Trophäe bekommt, hatte das rätseln endlich ein Ende.

Die Musikfanfs lagen mit ihrer Vermutung richtig: Martin Garrix steht auch in diesem Jahr auf Platz Eins. Auf dem zweiten Platz sind Dimitri Vegas und Like Mike zu finden, dahinter Armin van Buuren, Hardwell und Tiesto. David Guetta landete auf dem siebten Platz. Die Liste gilt als Maßstab für die besten Künstler in der Szene. Headliner auf dem AMF waren Marshmello, David Guetta und Dimitri Vegas & Like Mike.