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Offenbach: Nach dem Rekordwinter ein Rekordfrühling

Offenbach : Nach dem Rekordwinter ein Rekordfrühling

Nach dem außergewöhnlichen warmen Herbst 2006 und dem Rekordwinter 2006/2007 hat auch der Frühling 2007 neue Höchstmarken gesetzt.

So war es nicht nur so warm wie noch nie in einem Frühling seit Beginn regelmäßiger Wetteraufzeichnungen im Jahr 1901. Auch bei der Sonnenscheindauer sei der bisherige Spitzenreiter abgelöst worden, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch mit.

Bisher galt der Frühling 1953 als sonnigster Jahresbeginn in der Wetterstatistik. Den Offenbacher Meteorologen zufolge schien die Sonne in diesem Frühjahr jedoch insgesamt 665 Stunden und damit über 200 Stunden länger als im langjährigen Mittel. Besonders viel Sonne bekam neben Bayern der Südwesten Deutschlands ab.

Dort sowie im Osten wurden auch die höchsten Temperaturausschläge gemessen. Ixn Pirmasens war es etwa mit durchschnittlich 11,5 Grad rund vier Grad zu warm. In Berlin lag die Temperatur mit 11,9 Grad um 3,2 Grad über dem Monatsmittel. In ganz Deutschland erreichte das Thermometer im Schnitt 10,6 Grad, was einer Abweichung nach oben von 2,9 Grad entspricht.

Den bisherigen Wärmerekord hielt der Frühling des Jahres 2000 mit 10,0 Grad. „Dieser Frühling spiegelt in etwa das wieder, was in zirka 50 Jahren die Norm sein könnte”, sagte DWD-Klimaexperte Gerhard Müller-Westermeier.

Bei der Niederschlagsbilanz konnte der sehr nasse Mai die extreme Trockenheit im April wieder wettmachen. Insgesamt wurde dadurch der langjährige Niederschlags-Mittelwert sogar leicht überschritten. Den Offenbacher Wetterkundlern zufolge war der abgelaufenen Monat sogar der nasseste Mai seit Beginn der Statistik. Mit durchschnittlich 126 Litern pro Quadratmeter sei fast das Doppelte des langjährigen Mittels zu Boden gefallen. Schon der vorherige April hatte einen neuen Rekord aufgestellt - allerdings in Punkto Trockenheit.