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Santiago de Chile: Mindestens elf Tote bei Waldbränden in Chile

Santiago de Chile : Mindestens elf Tote bei Waldbränden in Chile

Bei den katastrophalen Bränden in Chile sind bislang elf Menschen ums Leben gekommen. Die Regierung bestätigte am Freitagabend (Ortszeit), dass ein neues Opfer in der Umgebung der Stadt Constitución, 300 Kilometer südlich von Santiago de Chile, tot aufgefunden worden sei.

Die Ehefrau des 60-jährigen Mannes bleibt verschollen.

Feuerwehrleute machen eine Pause. Zuvor hatten sie eine Schneise gegraben, um die Flammen zu stoppen. Foto: Esteban Felix

In den vergangenen Tagen hat sich die Fläche des von den Flammen betroffenen Wald- und Agrarlands nach Angaben der nationalen Forstschutzbehörde auf 3870 Quadratkilometer verdoppelt. Die zerstörte Fläche ist größer als die von ganz Mallorca. Von insgesamt 130 Bränden seien noch 71 außer Kontrolle, gab am Freitagabend die Förstbehörde CONAF bekannt. Die Flammen zerstörten 1100 Häuser. Hohe Temperaturen über 35 Grad und starker Wind erschweren die Löscharbeiten.

Bedrohliche Kulisse: Einsatzkräfte der Feuerwehr und Bewohner beobachten die Flammen. Foto: Mario Davila

Frankreich, Peru, Portugal, Spanien, Kolumbien, Argentinien und Mexiko haben über 500 Feuerwehrleute entsandt, die zum Teil bereits mit den rund 4000 chilenischen Einsatzkräften die Brände bekämpfen.

Chilenische Feuerwehrmänner imm Kampf gegen die Flammen. Foto: Alejandro Zoñez/ATON CHILE

Auch aus der Luft bekommt Chile internationale Unterstützung. Seit Mittwoch laufen die Einsätze des „Supertankers”, einer US-amerikanischen Boeing 747-400, die bei jedem Flug 72 Tonnen Wasser abwerfen kann. Das größte Löschflugzeug der Welt wird mittels privater Finanzierung mindestens zwei Wochen im Einsatz bleiben. Russland hat die Entsendung einer Iljuschin Il-76 zugesagt.

Die von den Bränden zerstörte Fläche ist mittlerweile größer als die von ganz Mallorca. Foto: Esteban Felix

Vier Männer, die in der Region OHiggins unter dem Verdacht der Brandstiftung festgenommen worden waren, wurden am Freitag von dem zuständigen Richter wegen fehlender Beweise auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen sollen aber weitergehen.

Um die Ausbreitung der Flammen zu verhindern, gräbt ein Feuerwehrmann in Florida, einer Gemeinde von Concepcion in Chile, eine Schneise. Foto: Esteban Felix
(dpa)