Dubai: Milliardär will mit Maradona und Messi einen Kleinverein groß machen

Dubai: Milliardär will mit Maradona und Messi einen Kleinverein groß machen

Sulaiman Al Fahim will wieder shoppen gehen. Der „Donald Trump aus Abu Dhabi” denkt aber nicht an sündteure Sportwagen oder Luxushäuser. Er will vielmehr einen kleinen europäischen Fußballverein kaufen und den Club mit Hilfe der argentinischen Superstars Diego Maradona und Leonel Messi auf Weltniveau heben.

„Ich mag die Herausforderung, mit einer kleinen Sache anzufangen und daraus etwas Großes zu machen”, sagte der erst 31 Jahre alte Milliardär und Baulöwe im Gespräch mit glänzenden Augen mit der Deutschen Presse-Agentur.

Der Scheich mit den wilden Träumen ist in der Fußballszene beileibe kein Unbekannter. Er hatte im September 2008 den britischen Verein Manchester City für den noch mächtigeren Scheich Mansour-bin- Zahyed Al Nahyan gekauft. Mit vielen Euros überzeugte er Brasiliens Superstar Robinho, Real Madrid zu verlassen und zum Durchschnittsverein nach Manchester zu wechseln.

Für den Araber spielt Geld keine Rolle. In Manchester gab er im vergangenen Sommer für neue Spieler gleich 140 Millionen Euro auf einmal aus. Er wollte den Verein „größer als Real Madrid und Manchester United zusammen” machen. Inzwischen musste er den Verein nach einigen Missverständnissen allerdings wieder verlassen.

Al Fahim macht keinen Hehl daraus, dass er über dass Ende in Manchester verärgert ist. Dass er Interesse an britische Topvereine wie Chelsea London oder den FC Liverpool habe, bestreitet er energisch. „Ich will einen kleinen europäischen Verein kaufen. Noch kleiner als Manchester City”, sagt er. Es gebe bereits „Leute, die daran arbeiten”.

Mit Fußball hatte Al Fahim als kleiner Junge noch wenig im Sinn. Als Jugendlicher soll er einer der besten Schachspieler seines Landes gewesen sein. Heute ist er Präsident des nationalen Schachverbandes. Und erst jüngst erwarb er das traditionelle Schachturnier von Linares in Spanien. Zum Milliardär wurde er dank seiner Bau- und Immobilienfirma Hydra Properties.

Er baute viele Wolkenkratzer. Noch höher hinaus will er aber mit dem Fußball - und dazu Maradona und Messi im Doppelpack „kaufen”. Geld ist vorhanden. Es wird vermutet, dass hinter Al Fahims Investmentgesellschaft ADUG die Königsfamilie in Abu Dhabi, der Al- Nahyan-Klan steckt. Das Vermögen der Familie wird auf 150 Milliarden Euro geschätzt.

In Hollywood wurde Al Fahim in den vergangenen Jahren bereits neben Filmstars fotografiert. Maradona kennt er persönlich aber noch nicht. Das soll sich bald ändern. „Ich bin ein Fan Maradonas seit der Zeit, als er 1986 - beim WM-Titelgewinn in Mexiko - mit Argentinien und auch bei Neapel gespielt hat”. Bei ihm soll Maradona, der zurzeit die argentinische Nationalmannschaft trainiert, allerdings Clubchef werden, meint Al Fahim. „Ich weiß nicht, ob Maradona wirklich ein guter Trainer ist. Ich glaube, er muss eher Präsident eines Vereins sein und Spieler auswählen und kaufen dürfen”.