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Augsburg: Meteoritenbrocken bleibt nach Vergleich beim deutschen Finder

Augsburg : Meteoritenbrocken bleibt nach Vergleich beim deutschen Finder

Der rund vier Milliarden Jahre alte Meteoritenbrocken „Neuschwanstein 3” aus dem bayerisch-österreichischen Grenzgebiet bleibt bei seinem Finder. Der schwäbische Physiker Karl Wimmer und der Bürgermeister der Tiroler Marktgemeinde Reutte, Helmut Wiesenegg, verständigten sich nach langem Rechtsstreit auf einen Vergleich.

Die Einigung sieht vor, dass Wimmer das Meteoritenstück, dessen Wert auf mehr als eine Viertelmillion Euro geschätzt wird, behalten darf. Als Ausgleich nach einem langen Rechtsstreit zahlt Wimmer der Gemeinde Reutte im Gegenzug 25.000 Euro und übernimmt die anfallenden Gerichtskosten.

Im Sommer hatte das Landgericht Augsburg in einer Verhandlung, die nach österreichischem Recht geführt wurde, dem deutschen Finder den Himmelskörper zugesprochen. Die Marktgemeinde Reutte zog danach in die nächste Instanz vor den Augsburger Senat des Bayerischen Oberlandesgerichts, vor dem nun der Vergleich erzielt wurde.

Nach einem spektakulären Naturschauspiel war der Minimeteorit am 6. April 2002 vom Himmel gefallen. Nach intensiver Suche und zahlreichen Modellberechnungen fand schließlich Wimmer den Stein auf einem Geröllfeld in Reutte.