Limburg: Limburger Richterin verhandelt nach Beinbruch in der Klinik

Limburg: Limburger Richterin verhandelt nach Beinbruch in der Klinik

Nach einem Beinbruch im Osterurlaub hat eine Richterin des Limburger Landgerichts am Mittwoch kurzerhand ihre Verhandlungen ins Krankenhaus verlegt.

Einem Bericht der „Wetzlarer Neuen Zeitung” (Donnerstagausgabe) zufolge, tagte das Schwurgericht unter Vorsitz der 59-Jährigen in einem Seminarraum des Limburger St.-Vincenz-Krankenhauses. Unter anderem wurde dort im Mordprozess gegen die Eltern der kleinen Siri verhandelt, die ihre achtmonatige Tochter zu Tode misshandelt haben sollen.

Die Richterin hatte dem Bericht zufolge bei einem Sturz zu Hause zwei komplizierte Brüche am Schien- und Wadenbein erlitten, die operiert werden mussten. Auch ein Kreuzband sei in Mitleidenschaft gezogen worden. Da die Richterin nach der Operation nicht transportfähig war, fanden die Prozesse in die Klinik statt.

Die Verhandlung im Fall Siri hätte auch keinen Tag länger verschoben werden dürfen, um die Fristen einzuhalten. Nach der Strafprozessordnung darf ein Prozess nur drei Wochen unterbrochen werden. Andernfalls muss er komplett neu aufgerollt werden.

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