Aachen: Kuriose Telefon-Fehlschaltung: Kundenhotline landet bei 110

Aachen: Kuriose Telefon-Fehlschaltung: Kundenhotline landet bei 110

Die 110 steht für Notruf. Nicht immer. Das erfuhren am Freitag Kunden, die die Hotline eines Aachener Softwareunternehmens gewählt hatten. Am anderen Ende der Leitung meldete sich wider Erwarten nicht ein Computerspezialist, sondern die Polizei.

Und die wunderte sich über Fragen wie: Wann wird geliefert? Oder: Sind beide Systeme kompatibel? Oder etwa: Kann ich A mit B und C verbinden?

Mit stoischer Ruhe und freundlicher Stimme versuchten die Beamten, den Menschen am anderen Ende der Leitung mitzuteilen, dass sie - wenngleich auch aus Versehen - bei der Polizei gelandet seien. Manch einer der Kunden nahm dies mit weit weniger Humor und sah sich derweil sogar karnevalistisch verulkt.

Beim Selbstversuch wurde die Fehlschaltung dann deutlich. Wählte Kollege Uli B. (Name nicht geändert) die Nummer des Softwarehauses, klingelte gleich neben ihm der Notruf 110.

„Jibbet nit!” sagte der Fernmeldetechniker. „Man kann nicht auf die 110 umleiten. Schluss!” Dass man das doch kann, wissen seit spätestens Freitag nicht nur die Kunden des Softwarehauses - sondern auch die Techniker.

Die Beamten waren derweil bemüht, nahtlos in die Rolle der Kundenhotline zu schlüpfen und Auskünfte nach bestem Wissen und Gewissen zu geben. Auch in mitunter privat vorgetragenen Angelegenheiten. Die Polizei lehnt allerdings für erteilte Auskünfte jegliche Gewährleistung ab.

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