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Nabu-Zählaktion: In NRWs Gärten sind wieder mehr Vögel unterwegs

Nabu-Zählaktion : In NRWs Gärten sind wieder mehr Vögel unterwegs

Die Blaumeise erholt sich. Das zeigt die NRW-weite Zählaktion des Nabu vom 13. bis 16. Mai. Doch es gibt auch Vögel, die kaum gesichtet wurden.

In den nordrhein-westfälischen Gärten sind wieder mehr Vögel heimisch als in den vergangenen Jahren. Das ist das Ergebnis der diesjährigen Zählaktion „Stunde der Gartenvögel“ des Naturschutzbundes (Nabu), an der sich vom 13. bis 16. Mai mehr als 25.000 Menschen beteiligten. Trotz des kühlen Wetters mit viel Regen ist dies nach Angaben vom Mittwoch nach dem vergangenen Rekordjahr (28.000) die zweithöchste Beteiligung seit Beginn der Aktion 2006.

Fast 550.000 Vögel aus rund 17.500 Gärten seien gemeldet worden. Mit durchschnittlich 31,5 Vögeln pro Garten sei dies eine erfreuliche Entwicklung und mehr als in den Jahren zuvor, teilte der Nabu mit. Hinter dem Haussperling sei die Amsel der am zweithäufigsten in den NRW-Gärten gemeldete Vogel.

Gut erholt haben sich die Bestände der Blaumeisen, bei denen im Vorjahr ein bakterieller Erreger vielerorts zu einem Massensterben geführt hatte. „Die Blaumeise hat sich vom Einbruch im vergangenen Jahr offenbar erholt“, sagte Christian Härting vom Nabu NRW. Ebenfalls positiv entwickelten sich die Gartenbestände von eigentlichen Waldvögeln wie Ringeltaube und Buntspecht. Ein besonderer Gewinner der aktuellen Zählung sei der Stieglitz. Auch der Kernbeißer wurde deutlich häufiger gesichtet als sonst üblich.

Laut Nabu gibt es aber auch noch Sorgenkinder wie Mauersegler, Mehlschwalbe, Grünfink und Zaunkönig. Sie wurden von den Vogelfreunden so wenig gezählt wie in den bereits schlechten Vorjahren. Bei Mauersegler und Mehlschwalbe spiele auch das Wetter eine Rolle. „Ist es hier kalt und nass, gehen sie einfach hundert Kilometer weiter südwestlich auf Insektenjagd und werden dann in unseren Gärten natürlich nicht gesichtet“, erläuterte Vogelexpertin Birgit Beckers.

(dpa)