Im Movember lassen sich viele Menschen einen Schnurrbart wachsen

Kimmich und Co. machen mit : Der „Movember“ ist mehr als der Schnäuzer-Monat

Der „Movember“ holt das Beste im Mann hervor. Nein, damit ist nicht die Behaarung oberhalb der Lippe gemeint, die mehr oder weniger ästhetisch daherkommt. Beim „Movember“ geht es nicht nur um die verschiedenen Formen des Schnurrbarts (englisch: moustache) und deren Attraktivität – es geht um die Gesundheit.

Die zuständige „Movember Foundation“ setzt sich nicht nur im Aktionsmonat November, sondern das ganze Jahr über für die Gesundheit des männlichen Geschlechts ein. Ob Prostata- und Hodenkrebs oder Suizidprävention: Die „Movember Foundation“ will es mit ihnen allen aufnehmen. Auf ihrer Website wirbt die Stiftung damit, in 15 Jahren „Movember“ weltweit mehr als 1200 Projekte zur Männergesundheit finanziert zu haben. Seit 2003 haben Unterstützer auf der ganzen Welt 654 Millionen Euro gesammelt.

Neben Spenden, die beispielsweise Investitionen in innovative Forschungsvorhaben möglich machen, will die Stiftung mit ihrem Schnurrbart-Monat aber auch wachrütteln. Denn wo viele Krankheiten in der öffentlichen Diskussion einen großen Platz einnehmen, da sind Hodenkrebs oder Suizidgedanken leider viel zu häufig noch „No Talk“-Angelegenheiten. Die Betroffenen verschweigen selbst ihren engsten Verwandten und Freunden die persönlichen Krankheitsprobleme und wählen stattdessen zu häufig den Weg der Selbstbewältigung.

Um diesen Männern Mut zu machen, über ihre Probleme zu sprechen und sich in jedem Fall immer Hilfe zu suchen, gibt es den sogenannten „Movember“, dessen Name aus einer Kreuzung des englischen Wortes für den Schnäuzer, „moustache“, und dem Monat November entstand.

Damit die Aufmerksamkeit für den Einsatz der „Movember Foundation“ möglichst groß wird, beteiligten sich bis heute rund fünf Millionen Mo Bros und Mo Sistas (ja, auch Frauen dürfen mitmachen) an dem Aktionsmonat, und ließen sich – soweit möglich – Schnurrbärte wachsen. Weiter befeuert wird der Enthusiasmus rund um den Movember auch durch die Teilnahme vieler bekannter Persönlichkeiten, die auch in diesem Jahr wieder öffentlichkeitswirksam dokumentieren, wie die Haarpracht im Oberlippenbereich wächst.

Eine Bilder-Auswahl dieser Persönlichkeiten zeigt deutlich: Nicht jeder Bart wächst gleich schnell. Doch solange gespendet wird und die Aufmerksamkeit für die Gesundheitsprobleme einiger Männer erhöht wird, ist das wohl auch nebensächlich.

Wieviel Geld insgesamt beim „Movember“ 2018 zusammengekommen ist, stand am Ende des Aktionsmonats noch nicht fest. Alleine in Deutschland hatten bis zu diesem Zeitpunkt Tausende von Unterstützern rund 400.000 Euro gespendet.

Ein erster Stand soll am 10. Dezember bekanntgegeben werden. „Movember“-Pressesprecher Michael Fischer war aber sicher, dass die rund 0,5 Millionen Euro des vergangenen Jahres noch einmal getoppt werden. „Viele Unternehmen und Privatpersonen ziehen zum Monatsende Bilanz und überweisen das Geld in den folgenden Tagen und Wochen“, sagte er unserer Zeitung. Die Teilnehmerzahl sei in diesem Jahr rund 10 Prozent höher gewesen als in 2017. Weltweit waren im Vorjahr mehr als 60 Millionen Euro zusammengekommen.

Mehr Informationen zur „Movember Foundation“ und ihren Zielen gibt es unter de.movember.com. Und: „Es ist noch nicht zu spät, uns zu unterstützen“, wie Sprecher Fischer unterstreicht. Spenden kann man nämlich nicht nur im November, sondern das ganze Jahr über.

Mehr von Aachener Zeitung