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Netphen: Grabstein für Schalke-Fans sorgt für Unmut

Netphen : Grabstein für Schalke-Fans sorgt für Unmut

Ein Streit um die angemessene Form eines Grabsteins ist in Netphen (Kreis Siegen-Wittgenstein) entbrannt.

Auf einem dortigen Friedhof wünschen sich die Hinterbliebenen eines verstorbenen Schalke-Fans einen Grabstein, der unter anderem das Emblem des Gelsenkirchener Traditionsvereins trägt. Das hat nun Friedhofsverwaltung und Stadtverwaltung auf den Plan gerufen. Sie lehnen den Grabstein aus ästhetischen Gründen ab, weil er nach ihren Angaben nicht in das „ausgeglichene Gesamtbild des Friedhofs” passt.

Als der glühende Schalke-Anhänger, ein Netphener Familienvater, im vergangenen Jahr mit nur 46 Jahren verstarb, war für Frau und Kinder schnell klar, dass ein besonderer Stein das Grab zieren sollte. Der Mann, der in seiner Freizeit Jugendfußballmannschaften trainierte, war mit ganzem Herzen Anhänger des Vereins. „Es war eigentlich die Idee der Söhne, den Grabstein so zu gestalten”, erinnert sich Steinmetz Klaus Hundt.

Hundt fügte dem glatten Stein die Tor-Ecke samt Ball und Schalker Wappen zu, stellte den Stein auf - und der Ärger begann. Mit Problemen hatte er eigentlich nicht gerechnet, dabei aber offenbar die Rechnung ohne die zuständige Friedhofsverwaltung gemacht. „Dabei war noch nicht mal so sehr die Vereinswerbung die Ursache für die Ablehnung, sondern der Einsatz des Edelstahls”, erklärt Hundt. Das Metall nutzte der Steinmetz zum Nachstellen eines Fußballtores.