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München: Gericht vertagt Pumuckls Hochzeit

München : Gericht vertagt Pumuckls Hochzeit

In dem Streit der beiden Pumuckl-„Mütter” - Ellis Kaut und Barbara von Johnson - über den kleinen Klabauter hat das Landgericht München I seine Entscheidung vertagt. „Wir sehen uns nicht in der Lage, das heute abschließend zu entscheiden”, sagte der Vorsitzende Richter Konrad Retzer am Donnerstag nach knapp eineinhalbstündiger Verhandlung.

Johnson, die ursprüngliche Zeichnerin der Figur, hatte bei einem Malwettbewerb Kinder eine Freundin für den rothaarigen Kobold zeichnen lassen. Dem Gewinner winkt die Teilnahme an einer „Hochzeit” des Pumuckl.

Dagegen wehrt sich die Erfinderin Kaut. Sie sieht darin eine unzulässige Fortschreibung ihrer Geschichte und hat eine einstweilige Verfügung beantragt. „Der Pumuckl ist und bleibt ein Nachfahre der Klabauter, also ein Geistwesen. Grundsätzlich haben Geistwesen kein ausgeprägtes Geschlecht”, begründete die Autorin ihre Zivilklage. Pumuckl heiraten zu lassen widerspreche seinem literarischen Charakter.