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Düsseldorf: Fußball-Schlumpf vor Gericht

Düsseldorf : Fußball-Schlumpf vor Gericht

Ein Streit um zwei Überraschungsei-Figuren hat am Dienstag das Düsseldorfer Amtsgericht beschäftigt. Ein Sammler hatte den „Fußball-Schlumpf” und die „Biene Maja” für insgesamt 500 Euro über ein Internet-Auktionshaus ersteigert.

„Ein Schnäppchen”, hieß es am Dienstag vor der Zivilkammer, denn in Sammlerkreisen seien die Figürchen mehr als doppelt so viel wert. Doch als der Käufer das Päckchen auspackte, erlebte er eine böse Überraschung: Seiner Ansicht handelte es sich bei den beiden begehrten Figuren nur um billige Imitate.

Nun verlangt der vermeintlich Geprellte Schadenersatz von der Internet-Verkäuferin des Schlumpfs. Diese bestreitet aber die Vorwürfe heftig und meint, der Käufer habe seinerseits die Figuren ausgetauscht, nachdem er sie erhalten hatte.

Der Ehemann und eine Freundin der Verkäuferin bezeugten dies am Dienstag vor Gericht. Sie hätten gesehen hätten, wie die Frau die originalen Figuren für den Postversand verpackte. „Die Figuren waren echt”, sagte der 36 Jahre alte Ehemann. Sie hätten den Schlumpf und die Biene Maja sorgfältig mit einer Lupe untersucht und mit einem Sammlerbuch verglichen.

Die Zivilkammer kann sich unglücklicherweise kein eigenes Bild von den umstrittenen Figürchen mehr machen: Während des vorherigen Betrugsprozesses gegen die Schlumpf-Verkäuferin, der aber eingestellt worden war, hatte die Staatsanwaltschaft die Objekte der Sammler-Begierde vernichtet.

Die Kammer will am 20. Februar eine Entscheidung verkünden und damit den seit mehr als zwei Jahren schwelenden „Krieg der Schlümpfe” beenden.