Berlin: Freitag der 13. gilt nicht überall als Unglückstag

Berlin : Freitag der 13. gilt nicht überall als Unglückstag

Freitag der 13. ist für abergläubische Menschen in Deutschland ein Unglückstag, vor dem sie sich fürchten. Die meisten Südeuropäer bleiben dagegen entspannt - zumindest an diesem Tag. Denn das Unglücksdatum, das neben Deutschland auch in den USA oder England existiert, fällt in Italien, Griechenland oder Spanien auf einen anderen Tag.

Auf der iberischen Halbinsel, aber auch in lateinamerikanischen Ländern, ist es Dienstag der 13., an dem einen das Unglück vermeintlich verfolgt.

Ein spanisches Sprichwort besagt: „Am Dienstag den 13. sollst du nicht heiraten und nicht verreisen”. Der 13. ist, wie auch in Deutschland, negativ besetzt: In der Bibel werden 12 Apostel genannt, beim letzten Abendmahl saßen zusammen mit Jesus aber 13 Personen am Tisch - darunter der Verräter Judas. Der Dienstag, auf spanisch „Martes”, geht dabei auf den Kriegsgott Mars zurück und wird deswegen mit Gewalt und Blutvergießen in Verbindung gebracht. Auch in Griechenland gilt Dienstag der 13. als Pechtag.

In Italien ist es zwar wie auch in Deutschland ein Freitag, der die Standesämter für 24 Stunden weitgehend arbeitslos macht. Allerdings nur, wenn er auf den 17. des Monats trifft. Der Freitag ist der Wochentag, an dem Jesus gekreuzigt wurde. Die Zahl „Siebzehn” wiederum wird im Römischen Zahlensystem XVII geschrieben. Umgestellt zum lateinischen Wort VIXI bedeutet das „Ich habe gelebt” - also: „Ich bin tot”. Wenn das kein schlechtes Omen ist.

(dpa)
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