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Köln: Fall Tebartz-van Elst: Wolfgang Niedecken warnt vor „Hexenjagd”

Köln : Fall Tebartz-van Elst: Wolfgang Niedecken warnt vor „Hexenjagd”

BAP-Sänger Wolfgang Niedecken (62) hat vor einer „Hexenjagd” auf den umstrittenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst gewarnt. „Seine Schuld ist nachgewiesen, aber ich finde, dass man jetzt aufpassen muss. Sowas darf nicht zur Hexenjagd ausarten”, sagte Niedecken.

„Keine Frage, der Mann muss zurücktreten, der muss aus der Schusslinie genommen werden. Aber dann muss auch mal gut sein. Ich finde es immer furchtbar, wenn der Boulevard auf am Boden Liegende immer noch weiter eintritt.”

Niedecken, der 1980 nach dem Tod seines Vaters aus der katholischen Kirche ausgetreten war, äußerte sich angetan über Papst Franziskus. „Das habe ich so nicht zu erträumen gewagt”, sagte er. „Ich bin ja nun oft in Afrika, und das sind teilweise sehr katholische Länder: Ost-Kongo, Nord-Uganda - die Leute da sind unglaublich katholisch. Da wäre es unheimlich wichtig, wenn sich der Papst mal einiger ganz einfacher Fragen annehmen würde: Fragen der Empfängnisverhütung, der Aids-Politik. Wir wollen doch nicht im Mittelalter stecken bleiben.” Der Papst sei hier ein echter Hoffnungsschimmer für ihn.

(dpa)