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London: Experte: „Jack the Ripper” schlug möglicherweise schon früher zu

London : Experte: „Jack the Ripper” schlug möglicherweise schon früher zu

Der Serienmörder „Jack the Ripper” hat nach Recherchen eines Buchautoren seine erste Bluttat möglicherweise deutlich früher als bislang gedacht verübt.

Nach Erkenntnissen des ehemaligen Polizisten und Ripper-Experten Trevor Marriott trieb der wohl bekannteste Frauenmörder der Welt schon 25 Jahre vor der ersten ihm bislang zugeschriebenen Tat sein Unwesen. Demnach tragen zwei ungelöste Morde an Prostituierten aus den Jahren 1863 und 1872 ebenfalls die Handschrift des unheimlichen Mörders, der nie gefasst werden konnte.

Bislang galt „Jack the Ripper” als Urheber einer Mordserie, bei der zwischen August und November 1888 in den Gassen des Londoner Arme-Leute-Viertels Whitechapel fünf Prostituierte auf grausame Weise umgebracht worden waren. Der Unbekannte schnitt ihnen die Kehlen durch und schlitzte ihren Leib auf.

Marriott, der zwei Bücher über den nie gefassten Mörder geschrieben hat, präsentierte bei einer Ripper-Ausstellung in London die Ergebnisse seiner Polizeiakten-Recherche. So schreibt er den Mord an der Prostituierten Emma Jackson aus dem Jahr 1863 ebenso „Jack the Ripper” zu, wie auch die Ermordung von Harriet Buswell an Weihnachten 1872.

Emma Jackson war mit fünf Stichwunden in der Kehle in einem Bordell gefunden worden. Die Leiche von Harriet Buswell lag mit aufgeschlitzter Kehle in ihrer Unterkunft, nachdem sie am Vorabend mit Herrenbesuch nach Hause gekommen war.