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Amsterdam: Enorme Flutwelle trifft niederländische Küste bei Zandvoort

Amsterdam : Enorme Flutwelle trifft niederländische Küste bei Zandvoort

Eine enorme Flutwelle hat am Montag den Strand niederländischen Seebades Zandvoort getroffen und für Chaos gesorgt. Gegen 6 Uhr morgens lief die rund drei Meter hohe Wasserwand auf dem Strandabschnitt westlich von Amsterdam auf. Der beliebte Badeort Zandvoort liegt bei Amsterdam, rund 250 Kilometer nordwestlich von Aachen.

Laut Augenzeugen seien Chaos und Verwirrung groß gewesen. Die Welle habe zahlreiche Liegestühle, Luftmatratzen, Windschutzwände und Handtücher erfasst und weggespült, die vor Strandclubs standen. Beobachter fühlten sich spontan an den Tsunami des Jahres 2004 in Südostasien erinnert.

In einem Augenzeugenvideo auf Facebook wird das Ausmaß der gewaltigen Welle deutlich:

Ursache des seltenen Phänomens seien vermutlich Wetterturbulenzen, berichtet das niederländische Nachrichtenportal „Hart van Nederland“. Das Phänomen wird auch Meteo-Tsunami genannt. Wenn der Luftdruck über dem Meer plötzlich abfällt und der Wind dreht können solche Flutwellen entstehen.

Eine derartige spontane Flutwelle hatte es nach Medienberichten an der niederländischen Küste zuletzt in den 80er Jahren gegeben.

Zu den am Montag angerichteten Schäden in dem betroffenen Strandabschnitt zwischen Zandvoort und Katwijk lagen zunächst keine Schätzungen vor. Etliche Strandclubbetreiber dürften aber über den Verlust von Mobiliar im Gesamtwert von Tausenden von Euro klagen.

(red)