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Düsseldorf: Ein Mini-Sommer folgt dem Rekord-März

Düsseldorf : Ein Mini-Sommer folgt dem Rekord-März

Sommer statt Frühling: Für Freitag hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) einen ersten Vorgeschmack auf die warme Jahreszeit vorausgesagt. „Kaum zog der Frühling ins Land, schon wird er keck und steuert sommerliche Temperaturen an”, sagte DWD-Meteorologe Thomas Ruppert am Donnerstag. Der Mini-Sommer schließt sich dem wärmsten je gemessenen März an.

Für diesen Freitag, den letzten Tag im März 2017, gehen die Vorhersagen für das Rheinland von Höchstwerten von bis zu 24 Grad aus. Das ist beinahe schon so warm wie an einem Sommertag, von dem die Wetterexperten ab 25 Grad sprechen. Am Oberrhein seien sogar 25 Grad möglich. An der See und im Bergland bleibt es am Freitag merklich kühler. Im Norden und Nordwesten ziehen die Wolken eines Tiefausläufers auf, die nachmittags vereinzelt Schauer bringen.

Am Wochenende überquert dieser Tiefausläufer den Rest des Landes. Dann sind die Temperaturen auch wieder so, wie man sie im Frühling erwartet: 13 bis 18 Grad, einzelne Schauer inklusive. Das ist nur ein kleiner Rückschlag: In der Mitte und im Norden Deutschlands setzt sich zu Beginn der neuen Woche erneut der Hochdruckeinfluss durch.

Der zu Ende gehende März war der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Das zeigt die erste Auswertung der rund 2000 Messstationen des Wetterdienstes. „Damit liegt dieser Monat im von uns erwarteten Trend des Klimawandels in Deutschland”, sagte DWD-Präsident Prof. Gerhard Adrian am Donnerstag in Offenbach.

Mit dem Monatsmittel von 8,3 Grad belegt Nordrhein-Westfalen bundesweit den Spitzenplatz. Mit 8,2 Grad folgt das Saarland auf Platz 2.

Das Monatsmittel bei den Temperaturen lag bei 7,2 Grad und schlug damit die März-Monate von 1881, 1938 und 1989, die mit jeweils 7,0 Grad bisher den Rekord hielten. Im Vergleich zur international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990 lag dieser März etwa 3,7 Grad über dem Soll. Spitzenreiter waren 23,0 Grad am 28. März in Andernach am Rhein.

Die Sonne schien 148 Stunden - deutlich länger als die durchschnittlichen 111 Stunden. Und dennoch war nicht alles eitel Sonnenschein: In Oberstdorf wurden am 3. März minus 7,3 Grad gemessen. Am 7. März lagen am Rennweg im Thüringer Wald 27 Zentimeter Schnee. Bei Würzburg gab es am 9. März einen Tornado. Beim Niederschlag hingegen traf der März ziemlich genau den Durchschnitt von rund 57 Litern pro Quadratmeter.

Im Vorjahr hatten die Meteorologen für NRW einen Mittelwert von 4,5 Grad berechnet. Die Sonne schien mit 150 Stunden deutlich länger als im Vorjahr (103 Stunden). Zur warmen Witterung passt auch der geringere Niederschlag. Fielen 2015 noch 71 Liter pro Quadratmeter, waren es im März 2017 nur 60.

(dpa)