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Hamburg/Frankfurt/Main: Die Gartenparty ins rechte Licht setzen

Hamburg/Frankfurt/Main : Die Gartenparty ins rechte Licht setzen

Wer an einem lauen Sommerabend zur Gartenparty oder zum Grillabend einlädt, braucht elektrisches Licht. Sonst sitzen die Gäste im Dunkeln, sobald die Sonne untergegangen ist.

Eine angenehme Atmosphäre erzeugen Lichterketten und Kerzen, die Büfett und Esstisch ausleuchten. Und Fackeln und Laternen sorgen für Orientierung an Wegen, Stufen und anderen Stolperfallen.

Vor allem dort muss die Lichtquelle ausreichend stark sein. „Für das Beleuchten der Wege bieten sich Strahler, Lichterketten und andere künstliche Lichtquellen an”, sagt Rosa Wolf, Gartenbauingenieurin aus Hamburg. Strahler können mit Erd-Spießen platziert werden. Falls es im Garten genug Anschlüsse gibt, werden sie mit Strom betrieben - eine Alternative sind Solarleuchten.

„Allerdings sind die Akkus meist viel zu klein. Außerdem altern sie schnell”, sagt Thomas Spillmann von der Fördergemeinschaft Gutes Licht in Frankfurt/Main. Damit die Strahler nicht zu früh den Geist aufgeben, sollten sie bereits einige Tage vorher im Garten verteilt werden. „Dann können sich die Leuchtmittel aufladen, und Sie können testen, wie viele Stunden sie leuchten”, rät Wolf. Und ob mit Strom oder Solar - Strahler müssen auf jeden Fall so positioniert werden, dass sie niemanden blenden.

Lichterketten oder -schläuche brauchen ebenfalls einen Stromanschluss. Die leuchtenden Schlangen machen sich zum Beispiel gut um den Sitzbereich herum: Sie werden kunstvoll zwischen Äste und Bäume gehängt, am Dach des Partyzelts oder der Laube befestigt, etwa an der Außenkante des Holzdecks oder einem Geländer. Und wo früher die bunte Kugelbirne prangte, verbreiten heute farbenfrohe LEDs Heiterkeit. Sie überzeugen auch durch geringen Energieverbrauch und eine lange Lebensdauer.

Alle Lampen und Leuchten für den Außenbereich sollten mit einem GS- oder dem VDE-Prüfzeichen versehen sein. Dann verkraften sie auch mal einen Schauer oder nächtliche Feuchtigkeit, erläutert Spillmann. Außerdem entwickeln Leuchtmittel Hitze. Sie können deshalb Papier oder andere leicht entflammbare Stoffe entzünden. Deshalb sollten Lichterketten und -schläuche nicht abgedeckt werden - auch wenn das ein warmes Schummerlicht erzeugt. „Eine gute Möglichkeit ist es, das Leuchtmittel mit Backpapier zu umhüllen”, sagt Wolf - da dieses Papier erhitzt werden darf, bestehe keine Brandgefahr.

Für eine atmosphärische Beleuchtung rät Eva Barth-Gillhaus außerdem zum Einsatz von „Flammen”: Kerzen und Windlichter, Fackeln und Laternen verbreiten eine romantische Kuschel-Atmosphäre, sagt die Designberaterin aus Meerbusch bei Düsseldorf - und sie sind in zahlreichen Variationen zu haben. Große Kerzen oder bunte Teelichter werden auf der Tafel verteilt. In einem Gehäuse kommen sie meist noch besser zur Geltung und sind vor leichtem Wind geschützt. „Windlichter gibt es nicht nur zu kaufen, sie können auch gut selbst zusammen gestellt werden”, schlägt Ingrid Grimm vom Verband Deutscher Kerzenhersteller in Frankfurt vor. „Dabei müssen unbedingt ein dickwandiges, Hitze beständiges Glas - wie ein Einmachglas - und eine kippsichere, gerade Kerze verwendet werden.”

Komplett geschützt sind Laternen und Öllampen. Sie verfügen außerdem meist über eine Aufhängung und können so an einen Holzbalken oder Ast gehängt werden. Entlang des Weges oder um den Sitzbereich herum machen sich rustikale Metallständer mit Glaseinsätzen für Kerzen gut. An denselben Stellen sind Fackeln gut aufgehoben. Preiswert sind Einmal-Fackeln aus Stäben, deren oberes Ende mit Wachstuch oder dickem Wachs überzogen ist.

Wachsfackeln sollten einen Tropfschutz bekommen, sonst sind Rasen oder Naturstein schnell ruiniert. Tropffrei und wieder befüllbar sind Bambusfackeln oder Metallfackeln mit Ölbehälter und Docht. Stabständer und Fackeln müssen unbedingt gerade in die Erde gesteckt werden - dann sorgen sie viele Stunden lang für Licht und Atmosphäre.

Eine Deko wie am Strand

Vergleichsweise schnell ist das Thema Meer im eigenen Garten umzusetzen: „Die Beachparty im eigenen Garten liegt voll im Trend”, sagt Gartenbauingenieurin Rosa Wolf aus Hamburg. Dabei sind vor allem Weiß, Blau und Türkis gefragt - als Kerze, Laternengehäuse, LED sowie auf Geschirr und Servietten. Gut machen sich zusätzlich Motive des Meeres: Im gläsernen Windlicht sorgt weißer Sand für einen festen Stand der Kerze. Und Muscheln hat fast jeder zu Hause. Sie zieren das Büfett oder die Tafel, kleinere kommen in das Windlicht. Ins Thema passt auch eine halbe Kokosnussschale, die mit einem Teelicht gefüllt wird.