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Aachen/Düsseldorf: „Der Graf”: Tod gehört zum Leben dazu

Aachen/Düsseldorf : „Der Graf”: Tod gehört zum Leben dazu

Für „den Graf”, Sänger der Band Unheilig, gehört der Tod zum Leben. Er habe viele Sterbende in Hospizen begleitet, auch viele junge Menschen.

Die Begegnungen seien nicht ganz einfach gewesen, aber sie hätten ihm auch gutgetan, sagte er dem Straßenmagazin der Obdachloseninitiative „fiftyfifty” (Mittwoch). Durch diese Begegnungen relativiere sich alles. „Todkranke Menschen haben mir erklärt, wie sie ihre Beerdigung planen. Wir haben zusammen geweint, viel kann man ja nicht tun, eigentlich nur zuhören.” Aus dieser emotionalen Erfahrung sei das Lied entstanden „Ein guter Weg”. Sein Engagement in den Hospizen hänge er bewusst nicht an die große Glocke.

Viele Leute seien unsicher, ob sie die Angehörigen anrufen sollten, wenn ein Bekannter sterbe. Sie wüssten nicht, was sie sagen sollten. Seine Erfahrung habe ihn gelehrt: „Man muss immer anrufen. Selbst wenn du am Telefon nur zusammen mit den Angehörigen weinst oder ihnen sagst: „Ich bin immer da.”” Das sei der größte Trost für einen Menschen.