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Bergisch Gladbach: Beispiel Bergisch Gladbach: Gauck besucht Flüchtlingsheime

Bergisch Gladbach : Beispiel Bergisch Gladbach: Gauck besucht Flüchtlingsheime

Viel Zeit zum Durchschnaufen wird in Bergisch Gladbach nicht bleiben, wenn am Donnerstag Bundespräsident Joachim Gauck zu Besuch kommt. Das Staatsoberhaupt will zwei Flüchtlingsunterkünfte besuchen, im Ratssaal mit Helfern sprechen und am Ende auch noch in einem Bürgerhaus die Bevölkerung treffen - alles innerhalb weniger Stunden.

Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt vielen Städten wie Bergisch Gladbach allerdings momentan auch ohne solche prominenten Besucher nicht. Es wird kälter, die Zahl der Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchen, ist weiterhin hoch und oft muss sehr schnell eine Lösung gefunden werden.

Gauck wolle sich darüber informieren, „welche Herausforderungen die Aufnahme, Unterbringung und Integration von Flüchtlingen für die Kommune” mit sich bringe, erläutert das Bundespräsidialamt die erst in der vergangenen Woche anberaumte Stippvisite. Bergisch Gladbach stehe dabei beispielhaft für viele andere Kommunen in Deutschland.

Die Stadt mit ihren rund 110.000 Einwohnern beherbergt nach eigenen Angaben momenten rund 1500 Flüchtlinge. Bürgermeister Lutz Urbach (CDU) spricht davon, dass viele Helfer am Anschlag arbeiten. Wie in vielen Kommunen seien die Flüchtlingszahlen rasch und deutlich angestiegen — mit der Konsequenz, dass die ursprünglich vorgesehenen Unterkünfte an ihre Grenzen stießen.

Was das konkret bedeutet, wird der Bundespräsident sehen können. Der erste Termin führt ihn zu einem ehemaligen Gebäude des Bastei-Lübbe-Verlags, in dem nun Flüchtlinge leben - ein gemauertes Haus, das die Ansprüche an einigermaßen gutes Wohnen erfüllt. Wenig später soll Gauck dann eine Notunterkunft nahe einer Schule besuchen. Dann wird der Bundespräsident vor Zelten stehen.

(dpa)