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Wien/Frankfurt/Main: Beine hoch, Kappe auf: In Wien ist Krocha angesagt

Wien/Frankfurt/Main : Beine hoch, Kappe auf: In Wien ist Krocha angesagt

Aus Wien kommen Krocha. Anhänger des neuen Stils zeichnen sich durch Ed-Hardy-Kleidung oder viel Neon, Palästinensertuch und Sneaker aus.

Ob es eine Ed-Hardy- oder eine Flash-Kappe sein muss, darüber sind sich selbst Krocha-Experten auf Youtube uneinig. Vokuhila, gezupfte Augenbrauen und Solarium-Bräune gehören aber dazu, berichtet die in Frankfurt erscheinende Fachzeitschrift „Textilwirtschaft” (Ausgabe 25/2008).

Verbindendes Element ist die Musik beziehungsweise ein bestimmter Tanzstil. Krocha tanzen viel auf einem Bein, das andere wird angehoben, vor und zurückgesetzt, während der Fuß des Standbeins über den Boden rutscht. Das sieht - wenn es gekonnt wird - fließend aus, braucht allerdings einiges an Kondition.

Entstanden ist der Stil der Zeitschrift zufolge in einem Wiener Club, der „Nachtschicht”. Von dort breitet er sich aus. Inzwischen habe sich sogar ein eigener Slang mit bestimmten Schreibweisen entwickelt. „Oida” werde zu Beginn und am Ende eines jeden Satzes verwendet. Und bei dem Ausdruck FiiX - einer Sache, derer man sich absolut sicher ist - werden Groß- und Kleinschreibung gemixt.