Hamburg: Beamte verfüttern eigenes Frühstück an ausgesetzte Hausratten

Hamburg: Beamte verfüttern eigenes Frühstück an ausgesetzte Hausratten

Etwa 40 zahme Hausratten haben im schleswig-holsteinischen Kreis Schleswig-Flensburg die Polizei auf Trab gehalten und das Herz von Verwaltungsbeamten erweicht. Die Tiere waren offenbar vom Besitzer trotz eisigen Frostes ausgesetzt worden, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag berichtete.

Einem 63-jährigen Spaziergänger war in dem Örtchen Nübel am Wegrand mitten im Schnee ein geschlossener Pappkarton aufgefallen. Beim Öffnen entdeckte er dann etwa 40 zahme Hausratten, darunter auch neugeborene Tiere. Die ohne Futter in dem Computerkarton ausgesetzten Nager wären laut Polizei angesichts der herrschenden Minusgrade verendet.

Beamte der Polizeistation Tolk nahmen sich der Tiere an, um ihren Transport zum Tierheim nach Flensburg zu organisieren. In der Zwischenzeit teilten Mitarbeiter der Amtsverwaltung Südangeln ihr Frühstück, „so dass die Tiere mit Genuss Wurzeln und weiteres Gemüse verputzen konnten”, wie es im Polizeibericht hieß. Die Polizei sucht nun Zeugen für das Aussetzen. Den Besitzer der Ratten erwartet eine Strafanzeige wegen Tierquälerei.

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