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Garching an der Alz/Berlin: Autos fahren in Menschengruppen: 15-Jährige stirbt

Garching an der Alz/Berlin : Autos fahren in Menschengruppen: 15-Jährige stirbt

Gleich zwei Mal an einem Abend sind in Deutschland Autofahrer bei Unfällen in Menschengruppen geschleudert. Eine 15-Jährige kam ums Leben, insgesamt wurden zwölf Menschen verletzt.

Im bayerischen Garching an der Alz rutschte ein Wagen am Freitagabend in eine Gruppe Jugendlicher, die in der Nähe eines Freibads feierten. Im Berliner Stadtteil Neukölln kam ein betrunkener 20-Jähriger ohne Führerschein von der Straße ab und fuhr in eine Gruppe von Passanten.

An dieser Stelle in Berlin-Neukölln war in der Nacht ein Pkw in eine Menschengruppe gefahren.
An dieser Stelle in Berlin-Neukölln war in der Nacht ein Pkw in eine Menschengruppe gefahren. Foto: Paul Zinken

Beim Unglück in Bayern kam das Fahrzeug von einem Feldweg ab und fiel eine etwa sechs Meter hohe Böschung hinunter, wie die Polizei mitteilte. Das Auto landete am Ufer der Alz, wo fünf Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren sich getroffen hatten.

Zierleisten eines Autos liegen in Berlin vor einer Eckkneipe an der Hermannstraße im Bezirk Neukölln. Dort war in der Nacht ein Pkw in eine Menschengruppe gefahren.
Zierleisten eines Autos liegen in Berlin vor einer Eckkneipe an der Hermannstraße im Bezirk Neukölln. Dort war in der Nacht ein Pkw in eine Menschengruppe gefahren. Foto: Paul Zinken

Zwei Jugendliche waren unter dem Wagen eingeklemmt. Eine 15 Jahre alte Schülerin sei wenig später gestorben, hieß es. Ein 16-Jähriger wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Der 27-jährige Autofahrer und seine vier Begleiterinnen im Alter von 22 bis 25 Jahren kamen mit leichteren Blessuren davon. Warum der Fahrer in der Gemeinde Garching an der Alz, 90 Kilometer östlich von München, die Kontrolle über seinen Wagen verlor, war noch unklar.

Abdecksand und Tatortmarkierungen der Polizei sind an der Unfallstelle in der Hermannstraße im Bezirk Neukölln zu sehen.
Abdecksand und Tatortmarkierungen der Polizei sind an der Unfallstelle in der Hermannstraße im Bezirk Neukölln zu sehen. Foto: Paul Zinken

Beim Unfall in Berlin soll der Fahrer bei einem misslungenen Ausweichmanöver die Kontrolle über seinen Wagen verloren haben und in die Menschenmenge gefahren sein. Drei Fußgänger sowie der Autofahrer selbst und sein Beifahrer kamen zur stationären Behandlung in Krankenhäuser. Ein weiterer Passant wurde ambulant behandelt.

In der Nähe des Laternenmastes in Berlin-Neukölln war in der Nacht ein Auto in eine Menschengruppe gefahren.
In der Nähe des Laternenmastes in Berlin-Neukölln war in der Nacht ein Auto in eine Menschengruppe gefahren. Foto: Paul Zinken

Der 20-Jährige, der am Steuer gewesen sein soll, wurde an Ort und Stelle gefasst. Laut Polizei war der junge Mann betrunken und hatte keinen Führerschein. Das Unfallfahrzeug war nicht zugelassen. Darüber hinaus liegt ein offener Haftbefehl gegen den Mann vor. Zunächst wurde er allerdings mit schweren Verletztungen in ein Krankenhaus gebracht. Nach dem Unfall hatten sich nach Polizeiangaben zahlreiche Gaffer am Schauplatz versammelt. Ein 19-Jähriger habe die Rettungsmaßnahmen derart behindert, dass er festgenommen worden sei.

(dpa)