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Düsseldorf: Anhaltende Trockenheit bereitet Landwirten Sorgen

Düsseldorf : Anhaltende Trockenheit bereitet Landwirten Sorgen

Die anhaltende Trockenheit bereitet den Landwirten zunehmend Sorgen. Im ersten Quartal dieses Jahres habe es deutlich weniger geregnet also sonst, sagte der Sprecher der Landwirtschaftskammer NRW, Bernhard Rüb.

Am Niederrhein habe die Regenmenge um 60 Prozent unter den Durchschnittswerten gelegen, in der Kölner Bucht sei nur halb so viel Regen gefallen wie sonst. Ergiebige Niederschläge seien derzeit auch nicht zu erwarten. Durch die warme Witterung sei die Vegetation weit entwickelt. Dies steigere den Wasserbedarf. Zudem sei viel Wasser verdunstet.

Von einem Drama könne man allerdings noch nicht sprechen, sagte Rüb. Viele Bauern hätten schon mit der künstlichen Beregnung ihrer Felder begonnen, was für Anfang April ungewöhnlich sei. In einigen Fällen würden sogar schon Kartoffelpflanzen bewässert - normalerweise geschehe das erst im Sommer.

Welchen Einfluss der milde Winter und das warme Frühjahr auf das Schädlingsaufkommen haben, kann laut Rüb noch nicht gesagt werden. Ungewiss sind auch noch die Auswirkungen auf den Borkenkäfer. Das Monitoring der Insekten habe gerade erst begonnen, erläuterte der Sprecher des Landesbetriebes Wald und Holz, Stefan Befeld. Die Käfer überwinterten im Boden und flögen erst allmählich zu den Brutbäumen. Für die Fichtenwälder bestehe aber keine große Gefahr.

Wie viel Holz letztlich von Käfern befallen werde, hänge von der Sommerwitterung ab. Nordrhein-Westfalen sei klimatisch subatlantisch geprägt, deshalb sei die Käfergefahr nicht so groß wie in Süd- oder Ostdeutschland. Eine Maikäferplage schließen die Experten für NRW aus. Es sei auch kein Kahlfraß in den Eichenbeständen zu erwarten.

(dpa)