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Offenbach: 2007 bestätigt Klimatrend: Zweitwärmstes Jahr

Offenbach : 2007 bestätigt Klimatrend: Zweitwärmstes Jahr

2007 geht in Deutschland als zweitwärmstes Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor über 100 Jahren in die Geschichte ein.

„Es war ein unglaublich warmes Jahr, auch wenn es den Spitzenplatz knapp verfehlt hat”, sagte Uwe Kirsche, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach, am Donnerstag.

Die Durchschnittstemperatur lag bei 9,83 Grad - das waren 1,6 Grad über dem langjährigen Mittel und nur sechs Hundertstel Grad unter dem Wert des Rekordjahrs 2000. Damals war in Deutschland 9,89 Grad Durchschnittstemperatur gemessen, der höchste Wert seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1901. Das langjährige Mittel wird nach internationalen Regeln aus dem Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990 ermittelt, es beträgt für Deutschland 8,2 Grad.

Deutliche Zeichen für eine Erwärmung messen die Meteorologen seit 20 Jahren. Seit 1988 seien alle Jahre zu warm ausgefallen mit nur einer Ausnahme 1996, sagte Kirsche.

Als wärmsten Ort in Deutschland im vergangenen Jahr machte der DWD Stuttgart mit einer Durchschnittstemperatur von 12,1 Grad aus, das waren 1,5 Grad mehr als das langjährige Mittel an diesem Ort. Kältester Ort war nach den DWD-Aufzeichnungen Carlsfeld in Sachsen mit einem Durchschnittswert von 6,0 Grad, der aber ebenfalls 1,6 Grad über dem Mittel liegt.

Am sonnigsten war es laut DWD im bayerischen Landsberg/Lech, wo im vergangenen Jahr 2038 Sonnenscheinstunden registriert wurden, das waren 129 Prozent des Normalwerts. Der Wetterdienst meteomedia registrierte in Hohentwiel (Baden-Württemberg) sogar 2154 Sonnenscheinstunden.

Am meisten Regen fiel im Harz: Der DWD ermittelte Braunlage mit 2022 Litern je Quadratmeter oder 160 Prozent des Normalwerts als nassesten Ort, meteomedia meldete vom Brocken 2724 Liter je Quadratmeter.