Selfkant: Obstbaumwarte beleben eine lange Tradition neu

Selfkant: Obstbaumwarte beleben eine lange Tradition neu

Obstbaumwarte haben eine lange Tradition in Deutschland. Sie fungierten bis in die vierziger Jahre als lokale, ehrenamtliche Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema Streuobstwiese. Diese Tradition wird in der Leader-Region Selfkant wieder fortgesetzt. In einem Lehrgang in Waldfeucht wurden die ersten elf Obstbaumwarte im Rahmen des Leader-Projektes „Regionale Wertschöpfungskette Streuobst“ für die Leader-Region ausgebildet.

Gartenmeisterin und Obstbaumexpertin Ursula Gerke (Biostation Euskirchen) leitete den Lehrgang rund um das Thema Obstbaum und Streuobstwiese in lockerer, aber auch konzentrierter Atmosphäre. So standen neben dem Obstbaumschnitt auch die Veredelung von Obstbäumen, die Pflanzung, der Pflanzenschutz, die unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten von Streuobst, das Biotop der Streuobstwiese, aber auch der richtige Umgang mit dem passenden Werkzeug und der Arbeitsschutz auf dem Stundenplan.

Kletterübung auf Steigtanne

Neben einem theoretischen, wissenschaftlichen Teil wurde auch viel praktisch geübt und ausprobiert. Für den zweiten Lehrgang am 23. und 24. Februar, 2., 3., 9. und 10. März nehmen Irene van Crüchten und Peter Niehoff von der Nabu-Naturschutzstation Haus Wildenrath Anmeldungen entgegen unter Telefon 02432/902720 oder per Mail an vancruechten@nabu-wildenrath.de oder niehoff@nabu-wildenrath.de. Ein Besuch ist auch möglich zu den Sprechzeiten in den Rathäusern vor Ort in Gangelt jeden zweiten Donnerstag im Monat von 14 bis 17 Uhr, in Selfkant jeden ersten Donnerstag im Monat von 14.30 bis 17 Uhr und in Waldfeucht jeden letzten Mittwoch im Monat von 14 bis 17 Uhr.