Zwei Tote nach Messerstecherei in Maastricht

Maastricht : Tote nach Messerattacken in Maastricht: „Verwirrte Person“ festgenommen

Im niederländischen Maastricht sind bei zwei Messerstechereien am Donnerstagabend zwei Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Die Hintergründe der Taten sind noch unklar, ein Verdächtiger wurde festgenommen. Ein terroristischer Hintergrund wird von der Polizei jedoch ausgeschlossen.

Wie die niederländische Polizei noch in der Nacht mitteilte, war zunächst gegen 21 Uhr in der Botsaartstraat im Nordwesten der Stadt ein bisher nicht identifizierter Mann mit Messerstichen getötet worden.

Nur gut zehn Minuten nach der ersten Tat wurde wenige hundert Meter entfernt eine Frau durch Messerstiche getötet. Foto: Jungmann

Etwa zehn Minuten später habe es dann in der Joseph Postmesstraat, etwa 500 Meter vom ersten Tatort entfernt, eine weitere Messerstecherei gegeben, bei der eine Frau getötet wurde, die bisher ebenfalls nicht identifiziert worden sei. Bei diesem Angriff seien außerdem zwei weitere Menschen verletzt worden. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht, über die Schwere ihrer Verletzungen machte die Polizei zunächst keine Angaben.

Nur gut zehn Minuten nach der ersten Tat wurde wenige hundert Meter entfernt eine Frau durch Messerstiche getötet. Foto: Jungmann

Schließlich sei dann in einer Moschee in der Nähe ein dritter Verletzter gefunden und ebenfalls ins Krankenhaus gebracht worden. Das niederländische Nachrichtenportal 1limburg.nl berichtet mit Hinweis auf „zuverlässige Quellen“, der Mann sei blutend und mit einem Messer bewaffnet in der Moschee angetroffen worden, und gelte als Verdächtiger.

Nur gut zehn Minuten nach der ersten Tat wurde wenige hundert Meter entfernt eine Frau durch Messerstiche getötet. Foto: Jungmann

Die Polizei bestätigte am Freitagmorgen, dass einer der Verletzten verdächtigt werde, die Taten begangen zu haben. Es handele sich um einen 37-jährigen Mann aus Maastricht. Medienberichte, nach denen ein zweiter Verdächtiger festgenommen worden sei, seien jedoch nicht zutreffend. Justizminister Ferd Grapperhaus erklärte gegenüber 1Limburg.nl, dass es sich bei dem Festgenommenen um eine „völlig verwirrte Person“ handle.

Der Mann könne Medienberichten zufolge derzeit nicht vernommen werden, da er sich noch im Krankenhaus befinde.

Ungeklärt ist bisher , ob beide Messerstechereien überhaupt in einem Zusammenhang stehen. Die Polizei gab lediglich bekannt, dass es nach dem derzeitigen Stand der Untersuchungen keinerlei Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund der Taten gebe. Die Ermittlungen dauerten die Nacht über an. Neben einem Polizeihubschrauber waren auch schwer bewaffnete Spezialkräfte der Polizei im Einsatz.

(mvb)
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