Aachen: ZVA-Büchermarkt: Bücher, Kunst und viele andere „Schätze“

Aachen: ZVA-Büchermarkt: Bücher, Kunst und viele andere „Schätze“

Das Pressehaus-Kasino, in dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verlages normalerweise ihre Mahlzeiten einnehmen, wird leergeräumt. Und auf rund 60 Metern Länge mit einer großen Zahl an Tischen bestückt.

Das Foyer im Gebäude des Zeitungsverlags Aachen (ZVA) an der Dresdener Straße 3 in Aachen erhält auf etwa zwölf Meter Länge zwei L-förmige Tischreihen. Der rechte Trakt im Erdgeschoss des Verlagshauses bietet in erstmals acht extra hergerichteten Räumen Platz für nochmals rund 50 Meter Tisch- und damit Ausstellungsfläche und zusätzlich freie Wände, an denen reichlich Bilder „kokettieren“ dürfen: Die Vorbereitungen für den bevorstehenden 7. ZVA-Bücher- und Kunstmarkt am nächsten Samstag, 19. November, 9 bis 16 Uhr, sind so gut wie abgeschlossen.

Gut 120 Meter Tische müssen nun noch bestückt, die Wände mit Bildern geschmückt, eine Menge Antiquitäten aufgestellt und erstmals auch Schallplatten, CDs und DVDs alphabetisch sortiert werden.

„Die Unterstützung ist enorm“

Diese siebte Auflage der Veranstaltung zugunsten unseres Vereins „Menschen helfen Menschen“ wird, was Ausstellungsfläche und Angebot betrifft, so groß wie noch nie. Das hat seinen Grund: Es sind so unglaublich viele Spenden zusammengekommen, dass eine räumliche Expansion geradezu notwendig und unabdingbar erschien. Daher hat der Zeitungsverlag Aachen als Veranstalter, der die kompletten Einnahmen „Menschen helfen Menschen“ zur Verfügung stellt, reagiert und weitere Räume in Parterre zur Verfügung gestellt.

„Die Unterstützung ist nach wie vor enorm, die Bereitschaft, sich von Dingen zugunsten hilfsbedürftiger Menschen zu trennen, beeindruckend. Dafür einmal mehr vor dem siebten ZVA-Büchermarkt ein herzliches Dankeschön“, sagt Bernd Mathieu, Chefredakteur der Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten sowie ehrenamtlicher Vorsitzender des Vereins „Menschen helfen Menschen“. Der Verein unterstützt finanziell einzelne Mitmenschen, Familien oder auch Vereine und Institutionen ausschließlich in der Region, die nachweislich unverschuldet in Not geraten sind.

Im Mittelpunkt des bevorstehenden Events, auf dem sich garantiert preiswert Weihnachtseinkäufe erledigen lassen, stehen natürlich einmal mehr aktuelle und antiquarische Bücher, die zu kleinen Preisen angeboten werden. „Antiquarisches — Modernes — Wertvolles“ lautet traditionell das Motto, das gleichzeitig Verpflichtung geworden ist, nur Handverlesenes wohlsortiert nach Themen anzubieten. Die Themenvielfalt sucht wohl ihresgleichen.

Weil Druckwerke mit Themen aus Aachen, der Eifel, der Dürener, Jülicher oder Heinsberger Gegend, aus Holland oder Belgien und der gesamten Region besonders gefragt und in großem Umfang vorhanden sind, haben wir dieses Thema erstmals in einen eigenen, großen Raum im rechten Verlagstrakt „ausgelagert“. Dort warten sie gemeinsam mit Bildern und Kunstwerken mit hiesigen Motiven oder von Künstlern unserer Region auf ein neues Zuhause. Bücher der meisten Themenbereiche, von Literatur über Sach- und Fachbücher bis hin zu Taschenbüchern, finden sich auch diesmal wieder im Pressehaus-Kasino und im Foyer.

Die Wände und Tische des Seitentraktes sind in erster Linie der Kunst vorbehalten. Zudem lässt sich dort Antikes finden, Raritäten, die uns ebenso von Leserinnen und Lesern zur Verfügung gestellt wurden wie eine ganze Menge Schallplatten, die es bislang alleine auf der ebenfalls zugunsten von „Menschen helfen Menschen“ veranstalteten Würselener Bücherbörse gab.

So kann es passieren, das der Fan guter, alter Rockmusik eine Langspielplatte von „Ten Years After“ ausgräbt, während ein paar Meter weiter alte Messerbänkchen der 1930-er Jahre aus Kristallglas, ein Spinnrad oder alte chinesische Vasen neue Besitzer finden. Und dass wieder nur ein paar Meter daneben ein Bildband über chinesisches Porzellan auftaucht. Denn Bücher zu den verschiedensten Bereichen der Kunst sind wie es sich gehört auch in unserem „Kurzzeit-Museum“ ausgestellt. Ein Besuch des 7. ZVA-Bücher- und Kunstmarktes lohnt sich also. In doppelter Hinsicht: „Fundsachen“ und „Schätzchen“ entdecken und für wenig Geld erwerben. Denn mit den kompletten Einnahmen „unterstützen wir diejenigen, denen es alles andere als gut geht“, sagt Bernd Mathieu.

(wp)
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