Aachen: Zum Abschied natürlich noch ein „Schmelfie“

Aachen : Zum Abschied natürlich noch ein „Schmelfie“

Natürlich war es wieder ein launiger Spruch, mit dem sich Ernst Schmachtenberg von seiner Hochschule verabschiedete. Nach all den Würdigungen seiner Verdienste als Rektor der RWTH Aachen habe er eigentlich sagen wollen, „dass das alles doch gar nicht stimmt“, bekannte Schmachtenberg. „Aber es hat mir so gut gefallen, dass ich jetzt sagen will, es kommt schon hin.“

Auf was alles der Rektor am Ende seiner zehnjährigen Amtszeit zurückblicken kann, rief Staatssekretärin Annette Storsberg aus dem NRW-Wissenschaftsministeriumnoch einmal in Erinnerung. Unter seinem Rektorat habe sich die „bundesweit drittmittelstärkste Hochschule“ als Exzellenzhochschule etabliert. Dabei habe Schmachtenberg konsequent auf die Vernetzung mit der Wirtschaft gesetzt.

Wie sehr die Entwicklung der RWTH sich auch baulich in Aachen niederschlage, wurde mehrfach deutlich bei der Feierstunde in der Aula im Hauptgebäude. So entstehe auf den Campus-Gebieten im Westen der Stadt eines der größten Forschungsareale Europas, hieß es. Davon profitiere nicht zuletzt der Wirtschaftsstandort Aachen, sagte Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU), der auch den Stil der Zusammenarbeit mit Schmachtenberg zu schätzen wusste. Die „Begegnung von Hochschulrektor und Malermeister“ sei sehr freundschaftlich gewesen, erinnerte sich Philipp, für selbstverständlich habe er das nicht gehalten. Schmachtenbergs Fähigkeit, Menschen auf Augenhöhe zu begegnen und sie einzubinden, hob auch der Vorsitzende des RWTH-Senats, Prof. Stefan Kowalewski, hervor. In diesem Sinne fühlten sich ebenfalls die Prorektoren von Schmachtenberg ernst genommen.

Vom lockeren und unverkrampften Umgang des Rektors mit seinen Mitmenschen zeugten nicht zuletzt die vielen Selfies mit Studierenden, die während einer Gesangseinlage von Sänger Jupp Ebert über die Leinwand hinter ihm flimmerten. An der Hochschule sind die Fotos auch als „Schmelfies“ bekannt. Und so bestanden bei der von RWTH-Kanzler Manfred Nettekoven humorvoll moderierten Feierstunde auch die studentischen Vertreter Anika Otert-Enning und Justus Schwarzott auf einem Selfie mit dem scheidenden Rektor.

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