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Schwindel aufgeflogen: Zahnarzt wegen falscher Picassos verurteilt

Schwindel aufgeflogen : Zahnarzt wegen falscher Picassos verurteilt

Wegen 26 gefälschter Picasso-Bilder hat das Landgericht einen Zahnarzt aus Neuss zu 14 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Der 52-jährige Mediziner hatte zugegeben, vor zwei Jahren Mitarbeitern von Auktionshäusern in einem Düsseldorfer Hotel die Fälschungen zur Begutachtung gezeigt zu haben.

Dabei war der Schwindel aufgeflogen. Der Zahnarzt wurde wegen unerlaubter Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke und des Gebrauchs unechter Urkunden verurteilt, weil er gefälschte Echtheitszertifikate vorgelegt hatte.

Dass es Fälschungen waren, habe er zwar nicht gewusst, betonte der Mediziner. Er habe aber gewisse Zweifel an der Echtheit gehabt. Die Bilder habe er von einem Kunstvermittler bekommen. Der habe behauptet, sie in Belgrad einem ehemaligen Botschafter Serbiens abgekauft zu haben. Er habe dem Vermittler für dessen Auslagen rund 200.000 Euro gezahlt. Es sei geplant gewesen, die Bilder gemeinsam zu verkaufen.

Der Vermittler war bereits 2019 vom Amtsgericht Ludwigsburg wegen Betrugs zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte einem Unternehmer aus Süddeutschland für 300 000 Euro Fälschungen verkauft, die angeblich aus der Sammlung eines ehemaligen jugoslawischen Generals stammten. Tatsächlich stammten sie wohl aus derselben Fälscher-Werkstatt in Belgrad wie die Bilder in Düsseldorf.

(dpa)