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Zahlen: Corona auf den Intensivstationen

Aktuelle Zahlen aus der Region : So ist die Lage auf den Intensivstationen

Wie viele Corona-Infizierte werden intensivmedizinisch behandelt? Wie stark sind die Intensivstationen ausgelastet? Eine Übersicht über die aktuelle Situation in den Krankenhäusern.

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) betreibt seit März 2020 in enger Zusammenarbeit mit dem Robert Koch-Institut (RKI) das sogenannte Intensivregister. Die digitale Plattform liefert einen Überblick über die Zahl intensivmedizinisch behandelter Covid-19-Patienten und über die Behandlungskapazitäten von über 1200 Krankenhäusern in Deutschland. Mögliche Versorgungsengpässe können so erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.

Wie gut ist Deutschland aufgestellt?

In Deutschland gibt es nach DIVI-Angaben rund 23.600 betreibbare Intensivbetten für Erwachsene und Kinder. Diese Zahl setzt sich aus etwa 13.600 Behandlungsplätzen mit einer einfachen Versorgungsstufe (Low Care) und 10.000 Plätzen mit einer hohen Versorgungsstufe (High Care) zusammen.

 Nur auf letzteren können Patienten invasiv beatmet werden. In besonders schweren Fällen kommen dort Geräte zur sogenannten extrakorporalen Membranoxygenierung zum Einsatz. Hierbei übernimmt eine künstliche Hightech-Lunge teilweise oder vollständig die Atmung des Erkrankten. Von diesen Geräten gibt es deutschlandweit circa 800. Darüber hinaus gibt es etwa 10.000 Betten, die innerhalb von sieben Tagen zusätzlich aufgestellt werden können. Die folgende Karte zeigt die aktuelle Belegungssituation intensivmedizinischer Bereiche der Krankenhaus-Standorte in den Kreisen und kreisfreien Städten in Deutschland:

Die Entwicklung der gemeldeten Covid-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung in Deutschland gestaltet sich so:

Wie ist die Situation in den Krankenhäusern in der Region?

In den Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen gibt es nach DIVI-Angaben insgesamt etwa 5700 betreibbare Intensivbetten für Erwachsene. Unsere Tabelle zeigt, wie viele dieser Betten derzeit belegt sind und wie viele Corona-Patienten im bevölkerungsreichsten Bundesland aktuell intensivmedizinisch behandelt werden:

Die Entwicklung der Covid-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung in Nordrhein-Westfalen gestaltet sich wie folgt:

Wie aus den Daten des Intensivregisters hervorgeht, verfügen die Krankenhäuser in der Städteregion Aachen über rund 290, die Krankenhäuser im Kreis Düren über etwa 60 und die Einrichtungen im Kreis Heinsberg über circa 35 betreibbare Intensivbetten für Erwachsene. Wie stark diese Plätze aktuell beansprucht werden und wie viele an Covid-19 erkrankte Menschen stationär behandelt werden, zeigt unsere Tabelle:

Die meldenden Fachärzte der zugelassenen Krankenhäuser übermitteln nicht nur Daten zur Auslastung ihrer Betten, sondern liefern zusätzlich Informationen zur Personalsituation und zur Arbeitsauslastung. Neben der quantitativen Erfassung gibt es damit auch eine qualitative Einschätzung zur Verfügbarkeit von Behandlungskapazitäten. Zur Auswahl stehen den Meldenden die Angaben „verfügbar“, „begrenzt“, „ausgelastet“ und „keine Angabe“.

Das ist die aktuelle Situation in den Krankenhäusern in der Region:

Wie funktioniert die Datenerfassung?

Seit dem 16. April 2020 sind alle zugelassenen Krankenhäuser in Deutschland, die intensivmedizinische Behandlungskapazitäten vorhalten, per Verordnung des Bundesministeriums für Gesundheit dazu verpflichtet, täglich bis 12 Uhr Daten über Kapazitäten, Auslastung und – ohne personenbezogene Angaben – über die Art der Versorgung von Covid-19-Patienten zu berichten. Bis zum 2. Juni 2020 mussten die Zahlen bis 9 Uhr vorliegen. Alle erhobenen Werte müssen dabei von für den jeweiligen Meldebereich zuständigen Ärzten übermittelt werden.