Weniger „Blüten“ im Umlauf : Zahl der Falschgeld-Fälle in NRW deutlich zurückgegangen

Weniger „Blüten“ im Umlauf : Zahl der Falschgeld-Fälle in NRW deutlich zurückgegangen

Die Zahl der registrierten Falschgeld-Fälle ist in Nordrhein-Westfalen gesunken. Das hat das Landeskriminalamt NRW mitgeteilt. Im vergangenen Jahr seien noch 570 Fälle registriert worden, in denen Falschgeld in Umlauf gebracht worden sei. Ein Jahr zuvor seien es noch 668 Fälle gewesen.

Das entspricht einem Rückgang von 14,7 Prozent. Wie viele gefälschte Geldscheine dabei aus dem Verkehr gezogen wurden, wird auf Landesebene seit einiger Zeit nicht mehr erfasst. Der Anteil ausländischer Verdächtiger sank in diesem Deliktbereich von 42 auf 35 Prozent.

Wie die Europäische Zentralbank am Freitag berichtet hatte, geht die Zahl der „Blüten“ europaweit zurück. Die EZB führte dies auf die Ausstattung der Euro-Scheine mit neuen Sicherheitsmerkmalen zurück. Rund 251.000 Euro-Blüten zogen Polizei, Handel und Banken in Europa im ersten Halbjahr 2019 aus dem Verkehr. Das waren 16,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Gegen den Trend registrierte die Bundesbank in Deutschland auf niedrigem Niveau einen leichten Anstieg an falschen Banknoten - zumindest verglichen mit der zweiten Hälfte des Vorjahres. 27.579 Fälschungen im ersten Halbjahr waren 11,4 Prozent weniger als vor Jahresfrist, aber 2,5 Prozent mehr als im zweiten Halbjahr 2018.

Seit Ende Mai gibt es neue 100- und 200-Euro-Scheine - und prompt stieg in Deutschland die Zahl der Hunderter-Fälschungen. Die mit Abstand am häufigsten gefälschte Banknote ist der Fünfziger.

(dpa)
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