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Am Wochenende: Wissenschaftler laden zum Austausch in Aachen ein

Am Wochenende : Wissenschaftler laden zum Austausch in Aachen ein

Die Görres-Gesellschaft tagt von Freitag bis Sonntag an der RWTH Aachen. Das Spektrum der für alle offenen Vorträge reicht von aktueller Weltpolitik über Optimierung in allen Facetten bis zur Forschung über den Aachener Dom.

Von Freitag bis Sonntag tagen rund 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 20 verschiedenen Disziplinen in Aachen. Anlass ist die Jahrestagung der Görres-Gesellschaft vom 23. bis 25. September an der RWTH Aachen. Gäste sind zu allen Vorträgen „hoch willkommen“, heißt es in der Einladung.

Die Görres-Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaft ist mit rund 2800 Mitgliedern eine der größten deutschen Wissenschaftsgesellschaften. Vor dem Hintergrund eines christlichen Menschenbildes diskutieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Forschungen an der Schnittstelle zu Gesellschaft und Politik.

Das Themenspektrum der parallel laufenden Sitzungen der wissenschaftlichen Fachbereiche der Gesellschaft am Freitag und Samstag geht weit über das Tagungsthema „Die Optimierung des Menschen“ hinaus. Es geht zum Beispiel um die Sicherheitsordnung in Europa mit Blick auf die Rolle Russlands, künstliche Intelligenz, die Grenzen der Selbstoptimierung, Friedenserziehung, die Situation der Christen in der Welt, das Menschenbild in der Literatur, Optimierung in der Medizin oder neue Forschungen zum Aachener Dom. Und es geht um sexuellen Missbrauch und die Legitimationskrise der katholischen Kirche.

Am Freitag ab 18 Uhr dreht sich eine Podiumsdiskussion um die Frage „Frieden durch oder gegen das Völkerrecht?“ in Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg. Auf dem Podium sitzt die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Katarina Barley. Am Samstagabend spricht Prof. Max Kerner aus Aachen ab 19.30 Uhr im Centre Charlemagne über „Zu Gast bei Karl dem Großen“. Abgeschlossen wird die Tagung am Sonntag, 11 Uhr, mit einem Festakt im Krönungssaal des Aachener Rathauses, bei dem die Bonner Medizinethikerin Christiane Woopen ihre Überlegungen zum Thema „Mensch sein und doch erst werden müssen – Über die Unvermeidbarkeit von Optimierung“ darlegen wird.

Das gesamte Tagungsprogramm mit über 80 Vorträgen findet sich unter goerres-gesellschaft.de. Der Eintritt ist frei, um eine Anmeldung über die Internetseite wird gebeten.

(red)