Wilde Verfolgungsjagd: Wieder Schüsse auf Polizisten in Spa

Wilde Verfolgungsjagd : Wieder Schüsse auf Polizisten in Spa

Erneute Schießerei im Bereich des in den belgischen Ardennen gelegenen Spa: Bei einer wilden Verfolgungsjagd sind zwei Polizisten am Wochenende leicht verletzt worden.

Die wilde Hatz nahm ihren Ausgang in Verviers, wo die Beamten ein Auto mit vier Insassen kontrollieren wollten, meldet das Nachrichtenportal Sudinfo.be.

Der Wagen stoppte jedoch nicht und raste auf die Autobahn E 42 in Richtung Spa/Malmedy. Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf, wurden aber aus dem Fluchtwagen immer wieder beschossen. An der Abfahrt Spa hatten die Beamten eine Sperre aufgebaut, woraufhin die Flüchtenden wendeten und zwei Agenten leicht verletzt worden seien. Die Täter seien entkommen, heißt es weiter. Der belgische Innenminister wünschte demnach den verletzten Polizisten rasche Besserung.

Erst am 26. August hatte es in Spa einen tödlichen Schusswechsel gegeben, wobei ein 38-jähriger Polizist ums Leben gekommen war. Die Polizei war gerufen worden, weil es einen Streit mit drei Formel-1-Touristen aus dem niederländischen Südlimburg gegeben hatte, die nachts nicht in ein Szenelokal gelassen worden waren.

Als ihr Taxi daraufhin kontrolliert wurde, wurde das Feuer aus einer Pistole eröffnet. Als Hauptverdächtiger sitzt ein 35-jähriger aus Schinnen immer noch in Untersuchungshaft. Die beiden Mitinsassen des Taxis, die später von den Niederlanden nach Belgien ausgeliefert worden waren, wurden inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Das Verbrechen hatte Entsetzen in der gesamten belgischen Bevölkerung hervorgerufen, zumal schon im Mai zwei Polizistinnen und der Beifahrer eines Autos in der Innenstadt von Lüttich von einem Mann erschossen worden waren. Auch der Attentäter war dabei getötet worden, wie unter anderem der Belgische Rundfunk berichtete. Der Terrormiliz IS hatte den Anschlag später für sich reklamiert.

(hau)
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