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Wetterprognose für Aachen, Düren und Heinsberg

Neue Unwetter : Starkregen am Wochenende wohl ohne weiteren Überflutungen

Am Samstagnachmittag und -abend sei lokal mit Gewittern und Starkregen zu rechnen, sagen die Meteorologen voraus – und das Versickerungsvermögen der Böden ist noch gering. In Talsperren sei indes wieder Platz, hieß es.

Nach einigen Tagen Sonnenschein drohen in Nordrhein-Westfalen am Wochenende wieder Schauer und Gewitter mit Starkregen. „Es kann theoretisch und punktuell in den Unwetterbereich gehen“, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Donnerstag. Wo und ob die Unwetter stattfinden könne noch nicht abgeschätzt werden. Am Freitag scheine zunächst noch die Sonne, vor allem im Südwesten.

Am Samstag soll nach Angaben des DWD von Südwesten dann Bewölkung aufziehen. Zunächst regne es in der Eifel, im Laufe des Nachmittags breiten sich die Niederschläge aus, so die Meteorologin.

Die Temperaturen steigen von maximal 28 Grad am Freitag auf bis zu 29 Grad am Samstag. Das unbeständige Wetter setze sich am Sonntag und Montag fort. An beiden Tagen müsse man mit Gewittern rechnen, berichtete die Meteorologin.

In der vergangenen Woche habe es über einen längeren Zeitraum Dauerregen gegeben. In diese Situation sei dann zusätzlich Starkregen gefallen. Das trete üblicherweise nicht zusammen auf. Der angekündigte Starkregen am Wochenende sei hingegen deutlich regionaler und werde nicht von einem Dauerregen begleitet.

In den Hochwassergebieten in NRW sind die Böden zurzeit noch überdurchschnittlich feucht, sagte Bernd Mehlig, Hochwasser-Experte beim Landesumweltamt (LANUV). „Die nehmen natürlich nicht so viel Wasser auf, wie wenn es ein paar Wochen trocken gewesen wäre.“ Das Versickerungsvermögen sei geringer.

Ob der Starkregen dadurch schlechter aufgenommen werden kann, lässt sich laut Mehlig schwer vorhersagen. Das sei „regional und lokal sehr unterschiedlich“ und hänge unter anderem von Niederschlagsmenge, der Bodenstruktur und der Vegetation ab.

Der Wasserverband WVER schafft laut Mitteilung von Donnerstagmorgen in Abstimmung mit der Bezirksregierung Köln weiterhin durch eine erhöhte Abgabe in seinen Talsperren Platz für den zusätzlich erwarteten Regen, besonders in der Urft- und in der Rurtalsperre. Die vom DWD vorhergesagten Niederschläge zum Wochenende können dadurch in Summe vollständig aufgenommen werden, heißt es. Oleftalsperre und Wehebachtalsperre haben auch während des Hochwasserereignisses genügend Speichervolumen aufgewiesen. Dies gelte auch jetzt. An den Gewässern wie Inde und Wurm lässt sich ein starker Rückgang in Richtung der normalen Pegelstände beobachten. Diese Flüsse können nicht durch Talsperren reguliert werden.

Im Rahmen der Vorhersage der Niederschläge werden in Summe keine weiteren Überflutungen erwartet. Es sind jedoch örtliche Starkregenereignisse möglich.

Durch das zurückliegende Extremhochwasser ist es streckenweise zu Beschädigungen des Ufers und des Gewässerbetts gekommen. Dies gilt besonders für das Flussgebiet der Inde und Vicht. Ähnliche Auswirkungen sind für das Flussgebiet der Urft und Olef berichtet worden.

Durch erhöhte Pegelstände kann es vereinzelt zu weiteren Schäden kommen. Informationen zur weiteren Entwicklung finden sich auf der WVER-Homepage.

(dpa)